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Freie Wähler informieren sich über Elektromobilität
 
Die Freien Wähler aus der Region Augsburg waren vergangenes Wochenende in Bad Neustadt a. d. Saale im Landkreis Rhön-Grabfeld zu Gast, um sich mit dem spannenden Feld der Elektromobilität auseinanderzusetzen. Dabei präsentierte sich die erste bayerische Modellstadt für diesen Themenbereich ihren Gästen offen und zukunftsweisend.

 


Kreisrat Ludwig Fröhlich, Bürgermeister Bruno Altrichter, OstD Kurt Haßfurter (Schulleiter der Jakob-Preh-Schule), Prof. Dr.-Ing. Ansgar Ackva (Leiter des TTZ), Dr. Jörg Geier (Projektleiter der Modellstadt Bad Neustadt), Marktgemeinderat Klaus Nebe, Fraktionsvize Fabian Mehring, MdL Günther Felbinger und MdL Johann Häusler.
Foto: Franziska Hochmair


 

OStD Kurt Haßfurter, Leiter der Jakob-Preh-Schule, empfing die rund 25-köpfige Delegation aus dem Landkreis Augsburg mit interessanten Fakten rund um die Bildungseinrichtung, in der neben einer Berufs-, Meister- und Technikerschule auch das Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ) beheimatet ist. Das Institut der Hochschule Würzburg-Schweinfurt wird von Prof. Dr.-Ing. Ansgar Ackva geleitet, der es sich nicht nehmen ließ, die Parteifreien persönlich durch die Räume des TTZ zu führen und die Begleitforschung zu den Projekten der Modellstadt für Elektromobilität näher zu erläutern.
 
Rund 150 Arbeitsplätze würden laut Bürgermeister Bruno Altrichter mittlerweile direkt durch die Elektromobilität in Bad Neustadt besetzt werden, wofür der Königsbrunner Kreisrat Ludwig Fröhlich vor allem die außergewöhnliche Kooperation aller Projektbeteiligten verantwortlich sieht: „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die die Menschen aus Politik, Industrie und Wissenschaft hier in Bad Neustadt betreiben, ist einzigartig in ganz Bayern. Hier arbeiten alle Hand in Hand, um die modernen Mobilitätsbedürfnisse unter dem Aspekt eines nachhaltigen Antriebs zu erforschen und weiter zu entwickeln.“
Auch Johann Häusler, FW Abgeordneter des Bayerischen Landtags, beeindruckte das enorme Wertschöpfungspotential, das der Region Rhön-Grabfeld innewohnt. „Hier wird mit Hochdruck und auf sinnvolle Art und Weise daran gearbeitet, diverse Arbeits- und Wirtschaftszweige in der Region zu etablieren. Auch auf Grund der guten Ausbildungsmöglichkeiten ist Bad Neustadt mittlerweile zu einem High-Tech-Standort geworden, der sich mit den Aufgaben der Zukunft beschäftigt“, so der Landesparlamentarier.
 
Fraktionsvize Fabian Mehring, der in der Region den erfolgreichen Widerstand gegen die geplanten Gleichstromtrassen angeführt hatte, freute sich im Austausch mit den Forschern des Technologiezentrums besonders über die innovativen Projekte im Bereich der Speicher- und Konvertertechnologie, die von Bad Neustadt aus betrieben werden. „Wenn man sieht was hier bereits entwickelt wird, wirkt die Idee den Strom durch die ganze Bundesrepublik zu transportieren geradezu absurd“, so Mehring.
 
Dieses Lob nahm Dr. Jörg Geier, Projektleiter der Modellstadt und verantwortlich für den Förderverein M-E-NES e.V., gerne an: „Natürlich profitieren wir enorm davon, dass Bad Neustadt im Sommer 2010 zu ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität ernannt wurde. Mittlerweile konnten wir uns weit über die Region Rhön-Grabfeld hinaus vernetzen.“ So sei beispielsweise die mittlerweile fünfte Auflage der Fahrzeugschau für E-Mobilität in Bad Neustadt, die inoffiziell die größte auf ihrem Gebiet in ganz Deutschland ist, auch dieses Jahr wieder gut besucht gewesen.
 
Dr. Markus Brem, FW Kreischef und selbst erfolgreicher Energieunternehmer, fasste den Besuch am TTZ wie folgt zusammen: „Was hier in Bad Neustadt erforscht wird, könnte in naher Zukunft uns alle betreffen. Wir Freien Wähler verfolgen schon lange die Idee einer regenerativen Energiewende und sind Befürworter alternativer Energiespeicherlösungen. Ich bin daher sehr dankbar, dass wir als kommunale Mandatsträger empfangen wurden und den ein oder anderen Input mit in unsere Fraktionsarbeit nehmen können.“ Vor allem die vorhandenen Batterieleistungen der Elektrofahrzeuge sei eine wichtige Komponente im Rahmen der Energiewende, so Brem. Denn auf diese Weise könnte der „missing link“ zwischen Erzeugung und Verbrauch in Form einer Speicherung von Strom in Tausenden von Elektrofahrzeugen in einer Region geschafft werden. Der Kreis- und Fraktionsvorsitzende unterstrich dabei das FW Verständnis der Energiewende als den Wandel weg von großen Erzeugungs- und Transportsystemen hin zu dezentralen Strukturen mit zentraler Steuerung.
 
Um auch dem kulturellen Informationsbedürfnis der schwäbischen Besuchergruppe gerecht zu werden, organisierte MdL Johann Häusler im Anschluss eine Tour zum „heiligen“ Kreuzberg, ehe es am nächsten Tag nach einer sehr aufschlussreichen Stadtführung durch das Weltkulturerbe Bamberg wieder zurück in den Heimatlandkreis ging.

 

 




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