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Vor rund zwei Monaten war der Landkreis Rhön-Grabfeld aufgerufen, eine Flüchtlingsnotunterkunft mit einer Kapazität für bis zu 200 Personen für einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen  bereitzustellen. Aufgrund der hohen Anzahl von eintreffenden Flüchtlingen wurde die Bettenzahl nach wenigen Tagen auf 300 Personen für unbestimmte Zeit erhöht.

Aktuell sind 257 Personen am Standort Diska/Pfeuffer untergebracht. Die anfänglich genutzte Schulturnhalle des Rhöngymnasiums wurde durch verlassen, um die geplanten Bauarbeiten nicht aufzuhalten.

Der bisherige Erfolg des Managements der Flüchtlingseinrichtung ist das Produkt eines Zusammenspiels zwischen mittlerweile 188, vom Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes koordinierten, ehrenamtlichen Helfern, der Kreisverwaltungsbehörde und des beauftragten Security-Dienstes. Institutionen wie die Caritas und die Diakonie engagieren sich ebenso wie spendende Unternehmen oder Privatpersonen.
Es ist das Ziel der Verantwortlichen, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterkunft mit einem Mindestmaß an Privatsphäre zu bieten und die Gleichbehandlung aller Bewohner zu gewährleisten. Zudem ist man bestrebt, die Anwohner nicht über Gebühr zu belasten. Deshalb wurde im Innenraum des ehemaligen Möbelhauses viel Fläche für Freizeitaktivitäten bereitgestellt. Mit Tischtennisplatten, Kicker-Angeboten, Sofaecken, Fernseharealen, W-LAN-Bereitstellung, Gebetsräumlichkeiten, Spielarealen und Schulungsräumlichkeiten wurden zusätzlich zu den abgetrennten Schlafstellen Möglichkeiten bereitgestellt, die den Standard von anderen Notunterkünften im Vergleich deutlich übersteigen.
In standardisierten Zeitfenstern finden täglich von 9:00-12:00, 14:00-17:00 und 20:00-22:00 Uhr Sprachschulungen bzw. Integrationsunterricht statt. Auf Betreiben von Walter Volkmuth konnte von Seiten des Schulamtes ein Team von über 40 Lehrerinnen und Lehrern zusammenstellt werden, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich um die Aufrechterhaltung des Unterrichtsangebotes in der Einrichtung kümmern. Dieses Angebot findet regen Anklang bei den Bewohnern der Notunterkunft und stellt für viele bereits einen festen Bestandteil der täglichen Routine dar. Die Unterrichtszeiten sind auf die Zeiten der Essenausgabe und die sonstigen Freizeitangebote, wie Spiele, Musikstunden und z.B. Sportaktivitäten, abgestimmt.
Als ebenfalls ehrenamtliche Helferin koordiniert Edith Metz (0171/6502070) im Auftrag des Kreisverbandes des BRK das vielfältige Angebot und fungiert als Anlaufstelle für die ehrenamtlichen Aktivitäten in der zentralen Unterkunft. Freiwillige Hilfsangebote sind in der Einrichtung willkommen, für den reibungslosen Ablauf des Schulungs- und Freizeitangebotes ist aber eine vorherige Absprache mit Frau Metz gewünscht, um Doppelstrukturen oder eventuelle Platzprobleme zu vermeiden.

Gemeinsam mit der Caritas und der Diakonie befasst sich das BRK gerade unter Einbeziehung der vorhandenen Strukturen und Angebote, ein gleichwertiges Angebot für die dezentral untergebrachten Flüchtlinge und Asylbewerber aufzubauen. Es gilt vor allem auch eine Struktur aufzubauen, um den dezentral untergebrachten Flüchtlingen eine nachhaltige Ansprache zukommen zu lassen und wenn nötig eine entsprechende Betreuung realisieren zu können. Vereine oder Helferkreise vor Ort bilden sich zum Teil bereits und müssen in ihrer Arbeit unterstützt werden, um eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge anschieben zu können.

Derzeit sind die Verantwortlichen der Notunterkunft darum bemüht, die Bevölkerung für das Thema Flüchtlinge zu sensibilisieren und das ehrenamtliche Engagement von der Notunterkunft teilweise auf die dezentralen Einrichtungen zu lenken. Es ist das erklärte Ziel, dauerhaft tragbare Strukturen zu entwickeln, die in, aber auch jenseits der Einrichtung dafür Sorgen tragen können, dass den Flüchtlingen die sprachlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Integration in Rhön-Grabfeld gegeben werden können.

Die Wohlfahrtsverbände und der Landkreis Rhön-Grabfeld bedanken sich ausdrücklich bei den ehrenamtlichen Helfern, die sich so beherzt und engagiert in dieser globalen Krisensituation eingebracht haben und vor allem auch weiterhin einbringen.

 

Stand: 02. Oktober 2015




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