Direkt-Link zum Seiteninhalt Sehhilfe wieder ausschalten
Logo
 

 

Die ganze Bandbreite an internationalen Regierungsverantwortlichen ist derzeit in Oberelsbach zu Gast. 18 hochrangige Vertreter aus 19 verschiedenen Ländern – was auf die Doppelstaatlichkeit eines Teilnehmers zurück zu führen ist – nehmen in Oberelsbach an einem zweiwöchigen Seminar der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen teil, die auf einer Stufe mit der UNESCO steht.

Wie der Programmkoordinator und Seminarleiter Jürgen Nauber erklärt, richtet sich das Seminar an Mitarbeiter der Regierungen und Tourismusverwaltungen. „Es geht darum, wie man touristische Ziele mit Zielen der Biodiversität und Artenvielfalt der Natur kombiniert“, erklärt Nauber. „Die Teilnehmer sollen verstehen, dass das eine nicht ohne das andere geht.“ Ohne eine intakte Natur, werde die Region für den Tourismus uninteressant, wohingegen das Geld aus dem Tourismus, die Motivation dafür liefert, die Natur zu erhalten. „Die Teilnehmer sollen sich fragen, nicht nur das „Was“ bei ihrer Arbeit zu betrachten, sondern auch das „Wie““, so Jürgen Nauber.

Die Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt, zum Beispiel aus Kenia, Nigeria, Gambia, Uganda, Ägypten, Österreich oder Haiti. Die Seminarsprache ist Englisch und auch die Bausteine des Kurses selbst werden in Englisch abgehalten. Michael Pfaff, der Geschäftsführer der Tourismus GmbH, ist einer der Teilnehmer und Referenten.
Als Seminarort hat Jürgen Nauber das Biosphärenreservat Rhön ausgesucht, das wichtige Beispiele des Kursinhalts vor Ort erlebbar macht. „Die Entwicklung des Biosphärenreservats Rhön ist ein beispielhafter Prozess für eine richtige Tourismusarbeit“, so Nauber, der seit den 1980er Jahren die Entwicklung des Biosphärenreservats Rhön als Mitglied des MaB-Nationalkomitees begleitet und angetrieben hat.

Aus der Zeit der Vorbereitung der Zertifizierung der Rhön im Jahr 1991 kommt auch der Kontakt mit dem Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung der Bayerischen Rhön Michael Geier, der Jürgen Nauber in die neu errichtete Umweltbildungsstätte Oberelsbach eingeladen hat. Die Teilnehmer fühlen sich dort laut Aussage von Nauber pudelwohl.

Bürgermeisterin Birgit Erb begrüßte die internationalen Teilnehmer als Gastgeberin. Sie wies darauf hin, dass ab den 80er Jahren in Oberelsbach die erste Umweltinformationsstelle in ganz Bayern untergebracht war. Das Haus der Umweltbildungsstätte, in der die Teilnehmer untergebracht sind, sei ein weiterer Meilenstein im Bereich der Umweltbildung und –information. Das Biosphärenreservat Rhön habe es geschafft, den Lebensraum Natur mit den Zielen von Wirtschaft und Tourismus miteinander zu verbinden.

Landrat Thomas Habermann erklärt, dass die Menschen in der Rhön begriffen haben, welch großen Schatz und welche große Chance das Biosphärenreservat Rhön bietet. „Pflegen“ und „leben“ seien die Schlagworte. Das schnelle Geld dagegen sei nicht die Lösung. Man müsse ehrlich, ernsthaft und behutsam mit allem umgehen, das uns gegeben werde.

Biosphärenreservats-Leiter Michael Geier zeigte sich sehr stolz, wenn Gäste von weit her in die Rhön kommen. Es sei sehr „aufregend“, wenn internationale Besucher staunend das Biosphärenreservat Rhön begutachten. Auszüge aus dem Programm des zweiwöchigen internationalen Seminars seien ebenfalls nicht unerwähnt. Der Tourismus und die Artenvielfalt mit Prof. Dr. Harald Zeiss vom TUI-Umweltmanagement, Geschäftsplattformen und Zielkooperationen mit Joachim Scholz, dem Vorstand von Market Research (GNTB), der Zweck des Wettbewerbs mit László Puczkó, leitende Managerin von Xellum. Aber auch Programmpunkte wie die Besichtigung des Schwarzen Moor, den Sternenlichtpark Rhön oder ein Besuch des Rhönschaf-Hotels dürfen während des zweiwöchigen Aufenthalts nicht fehlen.

 

 

18 Teilnehmer aus 19 Staaten sind für zwei Wochen bei einem Seminar der UN-Welttourismusorganisation in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach zu Gast. Die Gäste begrüßen unter anderem (v. r.) der Programmkoordinator Jürgen Nauber, Bürgermeisterin Birgit Erb, Landrat Thomas Habermann, der Geschäftsführer der Tourismus GmbH Michael Pfaff, sowie (Mitte) der Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach Bernd Fischer und (links) der Leiter des Biosphärenreservats Rhön Michael Geier.

 

Bericht und Fotos: Marc Huter

 




Barrierefreiheit

     individuell

         umfassend

                kostenfrei

mehr ...


Anschrift
Landkreis Rhön-Grabfeld
Spörleinstraße 11
97616 Bad Neustadt a.d.S.

Tel 09771 / 94-0
Fax 09771 / 94-300


Landkreis Rhön-Grabfeld

Spörleinstraße 11

97616 Bad Neustadt a.d.S.

 

 


Öffnungszeiten der Fachabteilungen ...

Tel. 09771 / 94-0

Fax. 09771 / 94-300

E-Mail info@rhoen-grabfeld.de