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Bei der Begrüßung auf dem Werksgelände der Siemens AG in Bad Neustadt gab Landrat Habermann seiner Freude Ausdruck, dass sich Ministerpräsident Seehofer im Anschluss an die Kabinettssitzung im benachbarten Bad Kissingen die Zeit genommen hat um auch dem zweiten bayerischen Rhönlandkreis einen Besuch abzustatten. Verbindet doch beide Landkreise nicht nur die herrliche Rhönlandschaft, wird seit langen Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf einer Vielzahl von Feldern praktiziert, darunter Themen, welche bei der heutigen Kabinettssitzung zur Sprache gekommen sein dürften, wie z.B. die Kompetenz im Gesundheitsbereich, der Naturraum Rhön mit seinem Biosphärenreservat oder die Erkenntnis, dass sich die beiden Landkreise, früher durch eine Randlage an der innerdeutschen Grenze gekennzeichnet, zu einer prosperierenden Region in der Mitte Deutschlands entwickelt haben, jedoch immer noch mit einem außerordentlich hohen Bevölkerungsrückgang konfrontiert sind.

Im Rahmen des Rundgangs durch das Werk Brendlorenzen der Siemens Drive Technologies Division konnte sich die Delegation einen Eindruck von der Entwicklung und Produktion der für den weltweiten Einsatz bestimmten Direktantriebstechnik machen und zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der als Fahrantriebe und Generatoren gefertigten Elektromotoren-Palette.

In der sich anschließenden Gesprächsrunde mit Vertretern der hiesigen Wirtschaft machte Landrat Habermann deutlich, dass die heimischen Unternehmen das Krisenjahr 2009 durch Weitblick sowie Mut zur Risikobereitschaft, durch Innovation, Flexibilität und den sprichwörtlichen Fleiß ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitestgehend erfolgreich gemeistert haben. Der von der Siemens AG zu Beginn des Jahres beschlossene strukturbedingte Personalabbau am Standort Bad Neustadt ließe sich durch die Schaffung eines Innovations- und Technologiezentrums sowie die Verlagerung von zukunftsorientierten Bereichen – Stichwort Elektromobilität – weitestgehend kompensieren.

Habermann zeigte auf, dass Innovationen gerade im nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung zu messen seien und für den Landkreis als Teil des Biosphärenreservates Rhön, welches seit Jahren eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnimmt, die Messlatte darstellt. Als Beispiel nennt er den Siegeszug von Bionade und die sich daraus ergebenden langfristigen Kooperationen mit der Landwirtschaft. Neu angelegte Holunder- und Quittenplantagen verdeutlichen die regionale Wertschöpfungskette. Diese beeindruckende Kulturlandschaft lautlos mit dem weltgrößten, ebenfalls in Ostheim v. d. Rhön von der Firma Binder gebauten Segelflugzeug erlebt, zeigen die Schönheiten der Natur als auch den Erfindergeist gepaart mit  technischem Know-how.

Dass das Cluster Automotive in Rhön-Grabfeld bestens aufgestellt ist, belegen nicht nur Untersuchungen von Prognos sondern auch die Anwesenheit führender regional ansässiger Unternehmer aus der Branche. So konzentriert sich z. B. die Preh GmbH auf die Entwicklung und Fertigung komlexer Fahrerbediensysteme, Sensorsysteme, Steuergeräte und Montageanlagen für die Automobilindustrie. Auf dem Genfer Autosalon konnte erst kürzlich der Prototyp eines Porsche Hybrid-Spiders mit Preh-Bedieneinheit bestaunt werden. Von der Jopp GmbH werden ebenfalls am Standort Bad Neustadt Schaltsysteme entwickelt, die konventionell genutzt werden bzw. eine Optimierung der Leistungsübertragung  von E-Mobilen ermöglichen. Die Firma Reich fertigt u. a. als „Preffered Supplier“ Benzin- und Dieseleinspritzungen in großen Stückzahlen. Mit dem Einsatz dieser Hochtechnologieprodukte können Kfz-Verbrauchswerte weiter gedrosselt werden. Bereits drei mal konnte die Geis Group in den vergangenen Jahren das Podest der „Best 50“ in Bayern besteigen. Die Firma Geis ist ein international tätiges Logistikunternehmen, das weltweit kombinierte Transportlösungen und logistische Dienstleistungen mit einheitlich hoher Qualität anbietet. Gemessen an der hohen Kompetenz der Region, die sich in Bad Neustadt bündelt, ist die Ernennung der Kreisstadt zur Modellstadt für Elektromobilität eine sinnvolle Entscheidung, die eine weiterhin positive Entwicklung des Standortes sicher fördern wird.

Dass Abwanderungen von Firmen Innovationen hervorrufen, sehen wir am Beispiel der IFSYS GmbH, welche sich auf Zuführtechnik spezialisiert hat. Der Mut sich 2006 selbständig zu machen, hat sich bisher ausgezahlt.  Das Unternehmen verfügt mittlerweile über rd. 50 Beschäftigte.
Dass Kartonagen nicht einfach Kartons sind und welche interessanten Produkte bei einer ideenreichen Umsetzung zu Tage treten, präsentiert der Marktführer von Hülsen, Wellpappe und Papier, die Kunert-Gruppe aus Bad Neustadt, mit für die Branche entscheidenden Neuentwicklungen.

Ebenfalls nicht von Pappe ist der Sektor der Gesundheitswirtschaft im Landkreis. Die Rhönklinikum AG hat in Bad Neustadt ihren Firmensitz. Vom Konzern und seinen am Ort betriebenen Kliniken gehen auch in Verbindung mit universitären Partnern ebenfalls eine Vielzahl von Innovationen im Gesundheitswesen aus. Eine leistungsstarke Kreisklinik mit modernster Ausstattung rundet das Bild ab.

Aber auch staatliche Stellen tragen zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Rhön-Grabfeld bei. Seinen unbestritten weltweit guten Ruf und seine Qualität gilt es für das Staatliche Beschussamt am Standort Mellrichstadt zu halten. Auf der Wunschliste des Landrats steht eine zeitnahe Investition in die Infrastruktur dieser Einrichtung  ganz oben, ebenso die Auswahl von Bad Neustadt als Modellstadt für Elektromobilität und damit die Auszeichnung Mainfrankens als zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort mit seinen herausragenden Industrie- und mittelständischen Unternehmen. Gefolgt von einem wissenschaftlichen Netzwerk mit Technologietransferzentren und der Einbindung von Forschungsinstituten.

Biodiversität durch regenerative Energiegewinnung – dafür steht die heimische Agrokraft GmbH. Großprojekte für Photovoltaik, Biogas und künftig ggf. auch Windenergie sind für die Beteiligten, Bauernverband, Maschinenring, Planer und Landwirtschaft gemeinsam und im Zusammenspiel mit den regionalen Energieversorgern bereits selbstverständlich. Auch auf dem Gebiet der hydrothermalen Carbonisierung (Kohle aus Biomasse) wurde mit dem Bau einer Pilotanlage erfolgreich Neuland betreten.

Nicht zu vergessen das heimische Handwerk, welches sich bis heute hervorragend immer schneller wechselnden Rahmenbedingungen stellt und den guten Ruf von handwerklicher Qualität der Rhön und des Grabfeldes weit über die Grenzen Bayerns hinaus trägt.

Landrat Habermann dankte abschließend Herrn Ministerpräsident Seehofer für das angenehme Gespräch, insbesondere für die erzielten positiven Beschlüsse für die Region im Rahmen der heutigen Kabinettssitzung.


Weitere Informationen und Presseberichterstattungen zum Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten in Bad Neustadt an der Saale finden Sie im Internet unter

http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1184446
http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/bad-neustadt-elektroautos-modellversuch-2010-kw17-ID1278567993119.xml
http://www.bayern.de/Ministerratsberichte-.851.10315224/index.htm




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