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Gefährliches Asbest
  

In der letzten Zeit wurden zahlreiche Straftaten von den Umweltsachbearbeitern der Polizei wegen Inverkehrbringen und Bearbeiten von asbesthaltigen Produkten verfolgt. Zur Zeit wird vermehrt beobachtet, dass Holzlegen mit alten Asbestzementplatten abgedeckt werden.
Wer seine alten, asbesthaltigen Faserzementplatten oder Nachtspeicheröfen verkauft oder verschenkt, bringt diese in Verkehr.  Dies ist genauso wie die illegale Entsorgung oder auch nur das Bearbeiten verboten und wird mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft.

Die Gefährlichkeit von asbesthaltigen Produkten ist seit langem bekannt. Die mineralischen Asbestfasern können, ohne von den Schleimhäuten der Atemwege aufgehalten zu werden, in die Lunge gelangen. Deshalb gilt Asbest als äußerst gefährlicher, krebserregender Stoff. Fatal ist der Umstand, dass sich die gesundheitlichen Schäden erst nach sehr langer Zeit zeigen. So kann ein Krebs, der durch Asbest verursacht wurde, in Einzelfällen erst nach 20 oder 30 Jahren nachgewiesen werden. Das Risiko steigt sowohl mit der Dauer der Belastung, als auch mit der Intensität. Durch unsachgemäßen Umgang gefährdet man deshalb nicht nur sich, sondern auch die Menschen, die sich in der Umgebung aufhalten.

Der Gesetzgeber hat Anfang 1992 ein Verwendungsverbot und ein Verbot des Inverkehrbringens von Asbest und asbesthaltigen  Produkten beschlossen. Wird die Zweckbestimmung asbesthaltiger Gegenstände, wie z.B. alter Nachtspeicheröfen, Welldachplatten und alter Mehrschicht-PVC-Bodenbeläge, aufgegeben, so muss deren Besitzer diese ordnungsgemäß entsorgen.

Man muss davon ausgehen, dass Faserzementplatten, die vor 1988 meistens unter  dem Warenzeichen „Eternit“ hergestellt wurden, Asbest enthalten. Wer wissen möchte, ob sein Nachtspeicherofen asbesthaltige Materialien enthält, kann sich an den Ofenhersteller oder an sein Energieversorgungsunternehmen wenden und erhält dort Auskunft. Bei Dachplatten oder Bodenbelägen kann eine Probe, die für ca. 80,- Euro durchgeführt werden kann, sicheren Aufschluss über die Inhaltsstoffe erbringen.

Die Sicherheitsvorschriften, die bei einer ordnungsgemäßen Sanierung oder Entsorgung beachtet werden müssen, sind so umfangreich, dass von Gewerbebetrieben ein spezieller Sachkundennachweis verlang wird. Der Privatmann ist deshalb in der Regel überfordert. Wer sich entschließt, sein altes Dach oder seine Nachtspeicheröfen zu entsorgen, sollte sich an eine solche Fachfirma wenden. Eine weiteres zur Zeit häufig auftretendes Problem ist das Anbringen von Solarmodulen auf Dächern die mit asbesthaltigen Platten gedeckt sind. Hier steht auch die Besorgnis einer Gesundheitsgefährdung im Vordergrund. Grundsätzlich dürfen diese Platten nicht bearbeitet also auch nicht durchbohrt werden. Bei den alten Asbestplatten ist es außerdem verboten, die Oberfläche durch Bearbeitung wie Abschleifen, Hoch- oder Niederdruckreinigen oder Abbürsten abzutragen.

Besorgte Bürger können sich fachkundigen Rat beim Gewerbeaufsichtsamt Würzburg und der Abfallberatung des Landkreises Rhön-Grabfeld einholen.

Durch die Konkurrenz bei den zugelassenen Entsorgungsfirmen sind in den letzten Jahren die Preise für die fachgerechte Entsorgung erheblich gesunken. Nach dem letzten Stand kostet die Entsorgung asbesthaltiger Nachtspeicheröfen ca. 160,- Euro pro Ofen. Dachplatten werden für ungefähr  100,- Euro pro Tonne ordentlich entsorgt.

Es wird noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass es verboten ist, asbesthaltige Öfen oder asbesthaltige Dachplatten, seien sie auch noch so gut erhalten, zu verkaufen oder zu verschenken.
 




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