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Im Hotel Sturm in Mellrichstadt fand ein Gespräch zwischen Unternehmern und dem Bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein statt. Der informierte sich dabei über die einzelnen Firmen und erfuhr zum Beispiel von Dr. Büchs von der Firma Jopp mehr über dessen Unternehmen.

Ausführlich ließ sich Bayerns designierter Ministerpräsident über die Sorgen und Probleme, aber auch die einzelnen Firmen selbst von den  Unternehmern im Landkreis Rhön-Grabfeld erzählen. Dazu hatte man sich in lockerer Runde im Hotel Sturm in Mellrichstadt getroffen.

Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer hier im Gespräch mit Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein. Er sprach die staatliche Auszeichnung für Meisterschüler an, die bislang ohne einen Geldbetrag war. Das wird wohl auch so bleiben, wie Günther Beckstein sagte. Fotos: Friedrich


Mellrichstadt (hf). Als ein „großes Ärgernis“ hat Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein am Mittwoch in Mellrichstadt das Fördergefälle zum Bundesland Thüringen bezeichnet. In einem Gespräch mit Unternehmern aus Rhön-Grabfeld im  Hotel Sturm in Mellrichstadt wurde auch dieses Thema und die Abwanderungen nach Thüringen angesprochen. Man wolle hoffen, daß in zehn Jahren dieses leidige Thema vergessen ist, sagte der designierte Ministerpräsident. Er zeigte sich in Mellrichstadt gut gelaunt und voller Wissensdrang. Rhön-Grabfeld, so der Minister lachend, sei nicht die Schwanzspitze des Bayerischen Löwen, sondern dessen Barthaare. Überhaupt sei er immer wieder in der Rhön, zuletzt zum Geburtstag von Fritz Schroth, dem Leiter der Christlichen Gästehäuser Hohe Rhön. Beckstein erinnerte sich auch an eine verregnete Veranstaltung in Bischofsheim: „Ich stand zwar unter einem großen Schirm, aber die Zuhörer wurden pudelnass“.

In der Gesprächsrunde ging es um die Maut, um die Konkurrenz aus Osteuropa aber auch die Sicherheitskontrollen. Darauf ging Wolfgang Geis von der Firma Geis ein. Er berichtete von 300 eigenen Lkws und den Anstieg kleinerer Transportunternehmen. Die Transportnachfrage werde größer. Der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Hugo Neugebauer sprach das Einkaufsverhalten der Bürger an, die lieber in den Supermarkt als zum Metzger gehen. Innenminister Beckstein verwies dabei auf eine Aussage eines französischen Politikers der einmal gesagt hatte: „Ich verstehe die Deutschen nicht, sie kaufen billiges Fleisch und investieren in ihre Autos. In Frankreich ist das umgekehrt. Wir kaufen teuere Lebensmittel und fahren Fusel im Auto.“

Neugebauer berichtete von 18.000 Handwerksbetrieben in Unterfranken, die im Vergleich zum Vorjahr zur Zeit rund 10.000 Lehrlinge ausbilden. Das sei eine Steigerung von 6,5 Prozent. Dies zeige, daß Ausbildung groß geschrieben wird und man Wert darauf lege eigene Leute auszubilden. Günther Beckstein verwies auf die Arbeitslosenquote in Nürnberg, die sich bei 12 Prozent einpendelt, in Rhön-Grabfeld liege sie gerademal bei fünf Prozent. Birgit Erb, Vorsitzende des Bayerischen Gemeindetages in Rhön-Grabfeld dankte dem Minister für gewährte Unterstützungen und Jörg Rieger vom Rhönklinikum staunte nicht schlecht, als Beckstein meinte, er kenne das Rhönklinikum sehr gut. Jürgen Bode, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt sprach ebenfalls die Lehrlingsausbildung an. Wichtig sei es, die Berufssuchenden zu unterstützen und dies bereits in der Hauptschule zu tun.

„Wir wollen nicht jammern, sondern uns positiv darstellen,“ sagte Landrat Thomas Habermann den Unternehmern. Karl-Herrmann Reich sprach die Mitte Deutschlands an, erinnerte an die Verbindungen zu Thüringen und nannte den Fall der Mauer einen großen Vorteil. Als ein Riesenproblem stelle sich allerdings das Fördergefälle zu den neuen Bundesländern dar. Hier sei Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung gefragt. Chancengleichheit müsse vorherrschen. Bayerns Innenminister dazu: „Das ist ein Ärgernis sondergleichen, es werde sich jedoch wohl reduzieren.“ Angesprochen auf Abwanderungen aus Rhön-Grabfeld nach Thüringen bat der Innenminister um konkrete Informationen. „Wir wollen das überprüfen, schließlich sei es auch Geld aus Bayern, das hier ausgegeben wird.“

Jörg Rieger von der Rhönklinikum AG meinte, daß es schön wäre, wenn künftig wieder mehr Prominenz, wie der Ministerpräsident in den Landkreis käme. Beckstein dazu lachend: „Ich habe schon den Ruf, daß ich Franken nicht benachteilige.“  MdL Dr. Bernd Weiß fügte dazu an, daß Günther Beckstein ja aus Nürnberg kommt und man ihm sicher nicht erklären müsse, wie es um Nordbayern steht. Als Ministerpräsident sei man natürlich für ganz Bayern verantwortlich, fügte Beckstein an, sagte aber auch, daß er natürlich für den nordbayerischen Raum sensibilisiert sei. Trotzdem werde eines Tages der Transrapit weder zwischen Mellrichstadt und Würzburg noch zwischen Nürnberg und Berlin verkehren, lachte der designierte Ministerpräsident.

Handwerkskammerpräsident Hugo Neugebauer bat schließlich um weitere Unterstützung für das Biosphärenreservat. Hier habe man einiges auf die Beine gestellt, unter anderem den Ostheimer Wurstmarkt und auch das Rhöner Qualitätssiegel. Der Präsident der Handwerkskammer dankte der Bayerischen Staatsregierung aber auch für die Unterstützung bei den Berufsschulklassen, die arbeitslosen Schülern bei der Berufssuche helfend unter die Arme greifen. Dank galt auch für Unterstützung bei den Aqusiteuren, die in den Betrieben unterwegs sind und Ausbildungsstellen suchen. Letztendlich sprach Neugebauer den Bayerischen Staatspreis im Handwerk an. Die 30 Besten eines Meisterlehrgangs werden damit jährlich ausgezeichnet. Früher habe es einen Geldbetrag dazu gegeben, heute sei das nicht mehr der Fall. „Ein Staatspreis ist doch etwas und da sollte doch auch der Staat ein Scherflein dazu leisten,“ meinte der Handwerkskammerpräsident. Dr. Günther Beckstein: „Bei staatlichen Orden gibt es nie einen Geldbetrag dazu.“

Diskussionen rankten sich noch um die künftige Verwendung des Bundeswehrareals für den Schießsport, aber auch um Unterstützung bei Stadtprojekten. Keine Einspruchsmöglichkeit sah der Minister beim Kartellstreit Rhön-Grabfeld. Hier sei der Wirtschaftsminister zuständig. Lob hatte Beckstein für die Rhönklinikum AG, wo er vor allem die Professionalität hervorhob. „Ich zolle dieser Einrichtung meinen hohen Respekt. Das was sie können, können längst nicht alle.“ Beckstein verwies auf den schwierigen Markt aber auch darauf, daß das Rhönklinikum die erste Einrichtung in Bayern war, die sich daran wagte und heute einen großen Namen habe. Ganz klar: Zum Abschluß gab es einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und ins Gästebuch des Hotels Sturm, außerdem Rhöner Schmankerl für unterwegs.




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