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Nordbayerische Gründer trotz Krise optimistisch

 

Aktuelle Umfrage des netzwerks|nordbayern: 35 Prozent der befragten nordbayerischen Gründer berichten von Auftragsrückgängen - Trotzdem sehen Start-ups positiv in die Zukunft - Optimismus der High-Tech-Gründer wird auch durch bundesweite ZEW-Studie bestätigt.

 

Rund ein Drittel der Start-ups in Nordbayern haben mit Auftragsrückgängen zu kämpfen. Davon vermelden rund 80 Prozent der Unternehmen einen Rückgang bis um die Hälfte; bei den anderen 20 Prozent gingen sogar weniger als die Hälfte an Aufträgen wie im vergangen Jahr ein. Trotzdem blicken die innovativen Unternehmer positiv in die Zukunft. Das geht aus einer Umfrage des netzwerk|nordbayern hervor, in der rund 80 junge nordbayerische Firmen aus den Branchen IT, Elektro- und Medizintechnik, Maschinenbau, Biotechnologie sowie Pharma befragt wurden.

 

Zahlen differenziert betrachten

Arne-G. Hostrup, Geschäftsführer des netzwerk|nordbayern, warnt jedoch davor, die Ergebnisse der Studie in einen direkten kausalen Zusammenhang mit der derzeitigen wirtschaftlichen Krise zu stellen: „In unserer Studie haben wir deswegen die Unternehmer mit Auftragseinbrüchen auch befragt, wer aus ihrer Sicht Schuld an der eigenen Situation trägt.“ Das Ergebnis: Neben dem Markt (29 Prozent) und der Politik (18 Prozent) fallen hier Gründe wie das eigene Management (21 Prozent), die Bank (20 Prozent), das Produkt (9 Pro-zent) und Berater (2 Prozent), wobei Mehrfachnennungen möglich waren. „Die Unternehmer, bei denen es gerade nicht so gut läuft, sehen die aktuelle Situation also sehr differenziert“, kommentiert Arne-G. Hostrup.

 

Investoren halten sich zurück

Die Umfrage des netzwerk|nordbayern liefert auch Aussagen, ob die nordbayerischen Start-ups in der jetzigen Situation mit mehr Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihres Vorhabens zu kämpfen haben. Das Ergebnis: Zwar hat nur ein sehr geringer Teil der Befragten Kreditprobleme mit ihrer Bank, rund ein Viertel ist aber der Ansicht, dass sich Venture Capital-Gesellschaften bzw. Eigenkapital-Investoren im Allgemeinen in den vergangenen Monaten zurückhielten. Über die Hälfte der Unternehmer kann dazu allerdings keine Angabe machen. „Wir machen schon auch die Erfahrung, dass es für Start-ups aktuell schwieriger ist, an Kapital zu kommen“, so Arne-G. Hostrup. „Aber erfolgreich abgeschlossene Finanzierungen zeigen ganz deutlich: In ein schlüssiges Konzept wird nach wie vor gerne investiert, auch wenn zum Teil erheblich mehr Überzeugungsarbeit zu leisten ist.“

 

Wenig Kündigungen, kaum Kurzarbeit

Positiv stimmen lassen folgende Ergebnisse aus der Umfrage des netz-werk|nordbayern. So hat sich die schlechtere Auftragslage bislang nur wenig auf die Beschäftigungszahlen der Start-ups niedergeschlagen: 79 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in den vergangenen Monaten keine Mitarbeiter gekündigt haben zu müssen. Wenn doch Entlassungen von Nöten waren, dann in geringem Maße. Lediglich zwei Prozent der Unternehmen mussten bis zu 30 Prozent der Belegschaft entlassen. Auch Kurzarbeit blieb bei den Start-ups eine Seltenheit: 93 Prozent kamen ohne aus.

 

Mehrheit der Start-ups beurteilen Zukunft positiv

Trotz der doch insgesamt schwierigen Lage sehen die Unternehmer in Nord-bayern positiv in die Zukunft. So antworteten 67 Prozent der Unternehmer auf die Frage, ob sie Insolvenz gefährdet seien, mit einem klaren Nein. „Die nordbayerischen Start-ups sind für mögliche Durststrecken also gut gerüstet“, so Arne-G. Hostrup.

 

ZEW-Studie: Auch bundesweit sind Gründer optimistisch

Auch bundesweit haben High-Tech-Gründer ihren Optimismus nicht verloren. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Microsoft AG durchgeführt wurde. Danach erwarten die befragten Start-ups aus ganz Deutschland zwar eine Marktbereinigung, sehen die eigene Existenz jedoch durch die Krise nicht zusätzlich gefährdet. Die ZEW-Studie bringt allerdings auch negative Ergebnisse hervor. So ging die Gründungsintensität in Deutschland im Jahr 2008 um elf Prozent zurück. Am stärksten betroffen sind die Spitzentechnologie sowie technologieorientierte Dienstleistungen. Verhältnismäßig robust zeigt sich die Entwicklung bei den IT-Dienstleistungen, vor allem im Software-Bereich. In der regionalen Betrachtung konnte sich Bayern in diesem Jahr in nahezu allen High-Tech-Sektoren den Spitzenplatz sichern und hatte trotz Wirtschaftskrise nur einen sehr geringen Rückgang an Gründungen zu verbuchen.

www.netzwerk-nordbayern.de
www.zew.de

 

 

 

 

Das netzwerk|nordbayern begleitet wachstumsorientierte Gründer und Unternehmer bei der Unternehmensplanung, der Businessplan-Erstellung und der Unternehmensfinanzierung. Es unterstützt und betreut intensiv durch individuelles Coaching sowie durch gezielte Kontaktvermittlung. Darüber hinaus bietet das Netzwerk Workshops und Seminare zu betriebswirtschaftlichen Themenbereichen an und schafft mit zahlreichen Veranstaltungen Gelegenheit zum Networking mit potenziellen Kunden und Partnern. Das Bayerische Wirtschaftsministerium sowie privatwirtschaftliche Sponsoren, wie die LfA Förderbank Bayern und Siemens, finanzieren das unabhängige Netzwerk.

Zu den kostenfreien Angeboten des Netzwerks zählt auch der jährlich stattfindende Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN). Von den erfolgten Gründungen der 1.440 Teilnehmer der vergangenen zehn Businessplan-Wettbewerbe sind heute noch 406 Unternehmen eigenständig am Markt aktiv. Diese haben in 2007 einen Umsatz von 288,5 Millionen Euro erzielt und insgesamt 3.175 Arbeitsplätze geschaffen. Seit 1999 wurden durch die Vermittlung und Betreuung des Netzwerks 100 Unternehmensfinanzierun-gen mit einem Gesamtvolumen von 114 Millionen Euro Eigenkapital realisiert.

 


Weitere Informationen erhalten Sie bei:

netzwerk|nordbayern
Neumeyerstraße 48
90411 Nürnberg
Telefon 0911/59724-8057
e-Mail
Internet www.netzwerk-nordbayern.de

 

 

 

Die IHK Mainfranken bestätigt diesen Trend und kann für das erste Helbjahr 2009 mehr als 4000 Unternehmensgründungen zählen. Die Gründung von Handwerksbetrieben nicht eingerechnet.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten der IHK Würzburg-Schweinfurt.

 




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