Direkt-Link zum Seiteninhalt Sehhilfe wieder ausschalten
Logo
 

Stetten/Rhön

   

 

E-6-73-167-1 Ensemble Ortskern Stetten. Die Anfänge von Stetten, im Banne einer fränkischen Königsburg gelegen, sind aufgrund der ehemaligen Bezeichnung Westheim in die Zeit des fränkischen Landausbaues des 7.-8. Jahrhunderts zu datieren. Als Stetten - Stetihaha, Stätte am Wasser - ist es seit dem 9. Jahrhundert überliefert. Die steinerne Ringmauer von 1580/91, die in wesentlichen Teilen rings um den Ort erhalten ist, definiert die historische Ausdehnung des Dorfes. Diese Ortsmauer steht in direktem Zusammenhang mit der Kirchhofbefestigung, die bereits vor 1343 entstanden ist.

 

Der Grundriss des unregelmäßigen Haufendorfes zeichnet sich durch einen ausgeprägten und weiträumigen Dorfplatz im Zentrum aus. Hier erhebt sich am Dorfteich die Dorflinde, die architektonische Fassung dieses Bereichs wurde im früheren 20. Jh. erneuert. Bezeichnenderweise begrenzen den Platzraum bedeutende Bauten der Dorfgemeinschaft: das ehemalige gemeindliche Gasthaus Zur Linde mit einem Tanzsaal (Obertor 1), dahinter das Gemeindebackhaus (Backhausgasse 2) und gegenüber das ehemalige Pfarrhaus (Obertor 2), ein barocker Halbwalmdachbau. Diese Bauten rahmen zugleich die breiteste und geradlinigste Straße Obertor ein, die nach Nordwesten aus dem Dorf hinausführt und wo die einzigen Reste des ehemaligen Dorftores erhalten sind. Nördlich dieser Straße, abgeschieden in der Nordwestecke des Dorfes, befindet sich auf einer leichten Anhöhe der Kirchhofbereich mit der Pfarrkirche. Der davor liegende Platzraum, vom Dorfzentrum gegen den Kirchhof ansteigend, wurde Mitte des 19. Jahrhundert aufgeweitet. Er ist durch seine Pflasterung bestimmt und wird durch das Schulhaus von 1849 und einen zweigeschossigen Fachwerkbau des 18. Jh. eingefasst. Weitere Bauten der Dorfgemeinschaft sind das ehemalige Brauhaus am östlichen Ortsrand (Brauhausgasse 6) und das ehemalige Hirtenhaus vor dem Obertor (Am Wolfsberg 1). Bei den Bauernhöfen handelt es sich zumeist um hakenförmige Anlagen, die jedoch teilweise durch den unregelmäßigen Dorfgrundriss und offensichtliche Hofteilungen zu ineinander geschachtelten Hofstrukturen verändert wurden.

 

Neben den zahlreichen bemerkenswerten Fachwerkhäusern, z. T. unter Putz und häufig noch aus dem 17. Jahrhundert stammend, prägen das Dorf die Nebengebäude wie Kleintierställe und Scheunen. Die Scheunen sind häufig durch obergeschossige Trockenlauben ausgezeichnet. Außerdem wurde bei der Ausfachung dieser Fachwerkbauten roter Lehm verwendet, wodurch die besondere rote Farbigkeit der Scheunenränder und -zeilen entstanden ist, die entscheidenden Anteil am charakteristischen Dorfbild hat. Im südöstlichen Teil Stettens befindet sich zudem ein kleiner Bereich, welcher in der Mitte des 19. Jahrhundert mit gradlinigen Straßen und schematisierten Hofstellen überplant wurde.

 

D-6-73-167-9 Am Alten Graben 3 Bauernhaus, zweigeschossig, Fachwerk, geschnitzte Eckständer, 17.-19. Jh., bez. 1623. -- FlstNr. 90

 

D-6-73-167-10 Am Alten Graben 6 Wohnhaus, mit Fachwerkobergeschoss, 18./19. Jh. -- FlstNr. 85

 

D-6-73-167-12 Am Kirchberg 3 Wohnhaus, mit Fachwerkobergeschoss, 18./19. Jh. -- FlstNr. 168

 

D-6-73-167-13 Am Kirchberg 5 Altes Schulhaus, massiver zweigeschossiger Putzbau auf hohem Bruchsteinsockel, giebelseitig Freitreppe, bez. 1849. -- FlstNr. 171

 

D-6-73-167-14 Am Kirchberg 7 Evang.-Luth. Kirche, Saalbau von 1650-52 mit Spolien von 1591, mittelalterlicher Chorturm; mit Ausstattung; Kirchhofbefestigung. -- FlstNr. 179

 

D-6-73-167-14/1 Am Kirchberg 7 Anlageteil: Friedhofsmauer, syn. Kirchhofmauer -- FlstNr. 178; 179

 

D-6-73-167-15 Am Kirchberg 8 Fachwerkhaus, zweigeschossig, bez. 1715. -- FlstNr. 146

 

D-6-73-167-16 Am Kirchberg 10 Wohnstallhaus, Erdgeschoss in Bruchstein, Obergeschoss in Fachwerk mit Ziegelausfachungen, 18. Jh. -- FlstNr. 145

 

D-6-73-167-16/1 Am Kirchberg 10; Am Kirchberg 12; Nähe Harpfig Anlageteil: Scheune, syn. Stadel, syn. Scheuer -- FlstNr. 151/1

 

D-6-73-167-8 Am Kirchberg 7; Hintertor 16; Obertor 12 Ortsbefestigung, Mauerzüge des 15./16. Jh. Am Göckelsgarten, Am Tanzberg, Am Tiefenberg, Unter der Dorfmauer und Harpfig 8, bei Obertor 17 Inschrifttafel mit Wappen und bez. 1589; der Mauerzug Am Tanzberg durch einen Mauerzug mit der Kirchofmauer verbunden (siehe Kirche); ehem. Torhaus siehe Obertor 17. -- FlstNr. 3; 7; 122; 125; 126; 130; 133; 144; 175; 176; 178; 179; 183/3; 316; 317/2; 930; 946; 1711; 1723

 

D-6-73-167-17 Am Mühlenhaug 5 Schmidtsmühle, Halbwalmdachbau mit Fachwerkobergeschoss, 1. Hälfte 19.Jh., aufgestockt 1925. -- FlstNr. 979

 

D-6-73-167-20 Am Wolfsberg 1 Ehem. Hirtenhaus, erdgeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, 18./19. Jh. -- FlstNr. 1735; 1742

 

D-6-73-167-31/1 Backhausgasse 1 Anlageteil: Nebengebäude, syn. Ökonomiehof, syn. Ökonomiegebäude, syn. Wirtschaftshof -- FlstNr. 25

 

D-6-73-167-21 Backhausgasse 2 Gemeindebackhaus, erdgeschossiger Steinbau, bez. 1865. -- FlstNr. 23

 

D-6-73-167-22 Brauhausgasse 6 Ehem. Brauhaus, massiv mit Fachwerkgiebel, im Kern 17. Jh. (Inschrift: V.B.S./BREW. MR.BAV. MR. 1658). -- FlstNr. 70

 

D-6-73-167-23 Gänseteich 1 Wohnstallhaus, massives Erdgeschoss, Fachwerkobergeschoss, an den geschnitzten Eckständern Maskenköpfe, 2. Hälfte 17.Jh., Giebel mit Vorkragungen, bez. 1874. -- FlstNr. 101/2

 

D-6-73-167-24 Gänseteich 2 Wohnhaus, massives Erdgeschoss, Zierfachwerk und geschnitzte Eckständer im Obergeschoss, 17. Jh. -- FlstNr. 98

 

D-6-73-167-25 Gänseteich 3 Doppelhof, zweigeschossiges Fachwerkhaus, vorne turmartig dreigeschossig erhöht mit Halbwalm, wohl 17. Jh.; zweigeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerk, bez. 1751. -- FlstNr. 107

 

D-6-73-167-25/1 Gänseteich 3 Anlageteil: Scheune, syn. Stadel, syn. Scheuer, Wohnhaus, syn. Wohngebäude -- FlstNr. 107

 

D-6-73-167-26 Gänseteich 4; Gänseteich 6 Doppelhof; Wohngebäude mit überbauter Toreinfahrt, Fachwerk, bez. 1770; Scheune, Fachwerkbau mit Hochlaube. -- FlstNr. 96; 97

 

D-6-73-167-26/1 Gänseteich 4; Gänseteich 6 Anlageteil: Scheune, syn. Stadel, syn. Scheuer -- FlstNr. 96; 97

 

D-6-73-167-27 Gänseteich 8 Wohnstallhaus, Fachwerk, Anfang 19. Jh. -- FlstNr. 87

 

D-6-73-167-28 Gänseteich 9 Wohnstallhaus mit vorkragender Traufe, Fachwerk, 17./18. Jh. -- FlstNr. 115

 

D-6-73-167-29 Gänseteich 10; Gänseteich 12 Zwei zusammengebaute Wohnstallhäuser, im Kern älteres Fachwerk, wohl 17./18. Jh. -- FlstNr. 80; 83

 

D-6-73-167-30 Harpfig 3 Wohnstallhaus, Fachwerkbau, 18./19. Jh. -- FlstNr. 159

 

D-6-73-167-40/1 Langgasse 2 Anlageteil: Nebengebäude, syn. Ökonomiehof, syn. Ökonomiegebäude, syn. Wirtschaftshof -- FlstNr. 39

 

D-6-73-167-31 Obertor 1 Gasthaus Linde, Halbwalmdachbau mit Fachwerkobergeschoss, mit eingebautem Tanzsaal, spätes 18./frühes 19. Jh.; ehem. Nebengebäude (?), bez. 1822. -- FlstNr. 23/1

 

D-6-73-167-32 Obertor 2 Ehem. Pfarrhaus, barocker Halbwalmdachbau mit Fachwerkobergeschoss, geschnitzte Eckständer, aufwendigem Wappenportal bez. 1714; Ummauerung mit Pforte des 16./17. Jh. -- FlstNr. 166

 

D-6-73-167-32/1 Obertor 2 Anlageteil: Mauer -- FlstNr. 165/1; 166; 183

 

D-6-73-167-33 Obertor 5 Wohnstallhaus, giebelständig, zweigeschossig, mit Zierfachwerk, bez. 1673. -- FlstNr. 19

 

D-6-73-167-34 Obertor 6; Obertor 8 Wohnstallhäuser, Satteldachbauten mit Fachwerk, 18./19. Jh.; davor an der Straße Schweinestall und Holzlege, gleichzeitig. --FlstNr. 173; 174

 

D-6-73-167-34/1 Obertor 8 Anlageteil: Schweinestall, Holzlege -- FlstNr. 174

 

D-6-73-167-35 Obertor 10 Wohnstallhaus mit Fachwerkobergeschoss, 17./18. Jh., bez. 1622 und bez. 1679. -- FlstNr. 175

 

D-6-73-167-36/2 Obertor 15 Anlageteil: Austragshaus, syn. Auszüglerhaus, syn. Zuhaus, syn. Korbhaus, syn. Korb, syn. Altenteil, syn. Ausnahmhaus, syn. Hofhaus -- FlstNr. 3

 

D-6-73-167-36 Obertor 15a Hofanlage aus Fachwerkbauten des 18. Jh., mit Veränderungen des 19. Jh.: Wohnhaus (Nr. 15a), Erdgeschoss in Bruchstein, Fachwerkobergeschoss, bez. 1780; Altenteil (Nr. 15), kleiner traufständiger Fachwerkbau 18. Jh.; Scheune aus Backstein mit Fachwerkteilen und verbretterter Giebelseite, 19. Jh. -- FlstNr. 3

 

D-6-73-167-36/1 Obertor 15; Obertor 15 a Anlageteil: Scheune, syn. Stadel, syn. Scheuer --FlstNr. 3

 

D-6-73-167-37 Obertor 17 Ehem. Torhaus des Obertors, zweigeschossiges giebelständiges Fachwerkhaus, 17. Jh.; Inschrift bez. 1646 (1640?). -- FlstNr. 1

 

D-6-73-167-38 Schäfertor 2 Wohnstallhaus, mit freigelegter Giebelseite in Fachwerk, 18. Jh./frühes 19. Jh. -- FlstNr. 32

 

D-6-73-167-39 Schäfertor 6 Ehem. Wohnstallhaus, giebelständiger verputzter Fachwerkbau mit Überstand an Giebel und Traufseite, 18. Jh. -- FlstNr. 37

 

D-6-73-167-40 Schäfertor 8 Wohnstallhaus, giebelständiger Fachwerkbau, 18. Jh.; Nebengebäude mit Fachwerkobergeschoss, 18. Jh. -- FlstNr. 38

 

D-6-73-167-41 Schäfertor 9 Wohnhaus, zweigeschossiger Eckbau in Fachwerk, 1. Hälfte 19. Jh. -- FlstNr. 77

 

D-6-73-167-42 Schäfertor 11 Bauernhof; Wohnstallhaus, verputzter Fachwerkbau, 18. Jh. mit wohl älterer Kern; Nebengebäude mit ornamentiertem, freigelegtem Eckständer. -- FlstNr. 72

 

D-6-73-167-42/1 Schäfertor 11 Anlageteil: Nebengebäude, syn. Ökonomiehof, syn. Ökonomiegebäude, syn. Wirtschaftshof -- FlstNr. 72

 

D-6-73-167-43 Schulgasse 3 Wohnhaus, verputzter Satteldachbau, 18. Jh.; mit älterem Kern; Nebengebäude, Scheune mit Hochlaube, 1797. -- FlstNr. 157

 

D-6-73-167-43/1 Nähe Schulgasse Anlageteil: Scheune, syn. Stadel, syn. Scheuer, Nebengebäude, syn. Ökonomiehof, syn. Ökonomiegebäude, syn. Wirtschaftshof -- FlstNr. 157/1; 157/2

 

 

Archäologische Geländedenkmäler:

 

Vorgeschichtliches Grabhügelfeld mit 18 Grabhügeln, daraus Funde der Urnenfelder- und Hallstattzeit. 1100 m osö der Kirche von Stetten. Flur „Jungholz“; Stetten FlstNr. 771; NW 113-44; FundstNr. 5526/0028.

 

Vorgeschichtliche Grabhügelgruppe mit 7 Grabhügeln, daraus Funde der Hallstattzeit. 1400 m nö der Kirche von Stetten. Flur „Im Fichtenwald“; Stetten FlstNr. 612; NW 113-44; FundstNr. 5526/0029.

 

Ein vorgeschichtlicher Grabhügel. 1100 m nö der Kirche von Stetten. Flur „Fichtenwald“; Stetten FlstNr. 612; NW 113-44; FundstNr. 5526/0030.

   

 

 

 




Barrierefreiheit

MECK Mainfränkisches Electronic Commerce Kompetenzzentrum

MECK fördert kleine und mittelständische Unternehmen in der Region Mainfranken - Seminare und Info-Veranstaltungen

 

mehr ...


Anschrift
Landkreis Rhön-Grabfeld
Spörleinstraße 11
97616 Bad Neustadt a.d.S.

Tel 09771 / 94-0
Fax 09771 / 94-300


Landkreis Rhön-Grabfeld

Spörleinstraße 11

97616 Bad Neustadt a.d.S.

 

 


Öffnungszeiten der Fachabteilungen ...

Tel. 09771 / 94-0

Fax. 09771 / 94-300

E-Mail info@rhoen-grabfeld.de