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Kultur


Im Rahmen der Neustrukturierung des Landratsamtes ist der Bereich Kultur der Stabsstelle Kreisentwicklung zugeordnet. Die Kulturagentur des Landkreises Rhön-Grabfeld ist 2006 als LEADER+ Projekt initiiert worden und seit 2009 eine feste Einrichtung des Landkreises.

 

               
beraten – fördern - vernetzen
 

Leitbild

Kernaufgabe der Kulturagentur ist es, regionale Strukturen zukunftsfähig zu gestalten, indem

  • die kulturelle Infrastruktur verbessert

  • die sparten- und ortsübergreifenden Kooperationen verstärkt,

  • junge Menschen zu kulturellem Engagement ermutigt,

  • Kulturschaffende anerkannt und

  • kulturelle Werte vermittelt werden,

um die Region Rhön-Grabfeld als attraktiven Standort und Lebensraum nachhaltig zu gestalten.

 

Personelles

Der Kulturagentur sind derzeit zwei Vollzeitstellen und eine Teilzeitstelle zugeordnet, die sich wie folgt aufteilen:

 

 

Dr. Astrid Hedrich-Scherpf      

Kulturmanagerin

Leitung Kulturagentur

Fachbereich Kunst-Museen-Ausstellungen

 

Carolin Fritz-Reich M.A.

Kulturmanagerin

Fachbereich Musik-Literatur-Darstellende Kunst

 

Luisa Lurz                        

Assistenz-Verwaltung-Internet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch im Jahr 2015 wurden in der Kulturagentur gezielt Praktikanten (Studierende im Bachelor- oder Masterstudiengang, FOS, u.a.) eingesetzt.

 

Die Kulturagentur: Beratungs- und Koordinierungsstelle Kultur

Die Kulturagentur fungiert als Koordinationsstelle und sieht ihre Aufgaben in den Bereichen Beratung, Vernetzung, Vermittlung und Kontaktpflege zu Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen und Künstlern. Weiter zählen zum Aufgabenspektrum die Entwicklung und Durchführung eigener Kulturveranstaltungsreihen, Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und die Herausgabe eines Kulturkalenders. Sie versteht sich als Service-Stelle, die jeder im Landkreis Rhön-Grabfeld kostenfrei in Anspruch nehmen kann.

Dabei tragen der Kulturkalender für die Region Rhön-Grabfeld, die Fortbildungsangebote, die Projektbeteiligungen an Kooperationen mit anderen kulturellen Einrichtungen, besonders aber die eigenen Reihen „Fränkische Woche“, „Rhöner Krippenweg“ und die Bespielung des Kreiskulturzentrums „Kloster Wechterswinkel – Kunst und Kultur“ sowie die Kreisgalerie in Mellrichstadt als weiche Standortfaktoren wesentlich zur Stärkung und Entwicklung der Region im kulturellen und kulturtouristischen Sektor bei durch richtungweisende Impulse sowie durch die Schaffung nachhaltiger Strukturen.

 

 

Dienstleister in Sachen „Kultur“

Durch die große Akzeptanz als Koordinationsstelle für die Bereiche Vernetzung, Beratung und Kontaktpflege ist die Kulturagentur zum Dienstleister in Sachen „Kultur“ geworden. Der große Zuspruch in Form von Anfragen, Beratung und Einbindung in Projekte, auch überregional, hat sich auch in 2015 weiter entwickelt. Ebenso wird  in der Region und Unterfranken weit die Kulturagentur immer stärker als kompetenter Berater und Ansprechpartner in „Sachen Kultur“  angefragt. Durch die Einbindung in überregionale Projekte, wie Unterfränkische Kulturtage, Fachforum Region Mainfranken GmbH, Kunst geht fremd und Jurierungen wurde die Kulturagentur mehrfach beratend hinzugezogen. Nach wie vor ist die Kulturagentur des Landkreises die einzige Einrichtung in (Unter-)Franken, die flächendeckend Kulturmanagement für einen Landkreis betreibt.

 

 

Kulturkalender – Veranstaltungskalender der Region Rhön-Grabfeld

 

Der Kulturkalender erscheint seit 2007 vierteljährlich in einer Auflage von 10 000. Die Veranstaltungsmeldungen dazu liegen bei mehr als 600 Datensätzen (Online-Anmeldung) und können von Städten und Gemeinden, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen aus dem Landkreis kostenfrei getätigt werden. Bei der Verteilung des Kulturkalenders wird gezielt an Städte, Gemeinden, Banken und Tourist-Informationen der Region und vor allem an kulturelle Einrichtungen, Museen, Kulturschaffende und Kulturinteressierte überregional herangetreten. Die Kulturagentur konzentriert sich dabei in Anlehnung an neuere Studien auf einen Aktionsradius von ca. 150 km. Der Kulturkalender dient als schnelle Übersicht und kompakte Information über kulturellen Veranstaltungen für Einheimische wie Touristen gleichermaßen. Er ist für Tourist-Infos und andere kulturtouristische Einrichtungen zum „Handbuch“ geworden.

 

 

Salzburg Klassiker 2015 – Weiße Nächte

Das mittlerweile schon zur Tradition gewordene Open-Air Konzert „Salzburg-Klassiker“ findet längst überregional Bedeutung. Am 25. und 26. Juli 2015 stand es unter dem Motto „Weiße Nächte“. Werke skandinavischer und russischer Komponisten erklangen im stimmungsvoll illuminierten Innenhof der Salzburg. Dem Publikum (ca. 1500 Besucher) wurde einmal mehr ein einmaliges Open-Air-Spektakel auf hohem Niveau geboten. Erstmals stand ein Konzertflügel auf der Bühne, an dem die junge Bad Neustädter Pianistin Anne Riegler Tschaikowskys berühmtes 1. Klavierkonzert zum Besten gab. Auch für das Vorprogramm wurde das Instrument genutzt. Im Hauptprogramm musizierten neben Anne Riegler die Evangelische Kantorei Bad Neustadt, der Sängerverein Mellrichstadt, der Chor der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen und die Junge Philharmonie Rhön-Grabfeld unter der Gesamtleitung von Ernst Oestreicher. Die Junge Philharmonie Rhön-Grabfeld ist ein Jugendprojekt mit dem Ziel, jugendliche Musikerinnen und Musiker aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld im orchestralen Zusammenspiel durch ein jährliches Sinfonieorchesterprojekt nachhaltig zu fördern, Träger der Jungen Philharmonie Rhön-Grabfeld  ist der Landkreis Rhön-Grabfeld (Kulturagentur) in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen und der Kreismusikschule sowie mit verschiedenen Städten unseres Landkreises. Als Gesangs-Solisten konnten die Sopranistin Radka Loudová-Remmler sowie der in Mellrichstadt wohnhafte Bass Pawel Izdebski gewonnen werden. Durch den Abend führten als Moderatoren Carolin Fritz-Reich und Stefan Kritzer. Wie in den letzten Jahren hat der Verein „Kultur…FÜR… humanitäre Hilfe“ den Erlös des Salzburg-Klassikers einem guten Zweck bereitgestellt: Der Verein … FÜR … sammelte Spenden für die haustechnische Ausstattung eines Seniorenwohnheims nahe der rumänischen Stadt Temesvar. Zudem wird er (musische) Bildungsinitiativen für Asylsuchende und Flüchtlinge im Landkreis unterstützen.

 

 

Rhöner Krippenweg 2015/16

 

„König Nussknacker, so heiß‘ ich“

Bereits zum fünften Mal fand vom 20. November 2015 bis zum 10. Januar 2016 die beliebte landkreisweite Veranstaltungsreihe „Rhöner Krippenweg“ statt. Sie umfasste Ausstellungen, geführte Krippen-Touren, Lesungen, Konzerte, Winterwanderungen, Bastel-Workshops und vieles mehr zum Thema Winter, Advent und Weihnachten in Rhön-Grabfeld. Diese Veranstaltungsreihe ist in Bayern einzigartig und erfreut sich regional wie auch zunehmend überregional großer Resonanz. In diesem Jahr standen der Nussknacker und dessen Geschichte als eines der wohl ältesten Werkzeuge in der Menschheitsgeschichte im Mittelpunkt. Begleitet wurden die Nussknacker-Ausstellung im Kloster Wechterswinkel sowie die unterschiedlichen Ausstellungen im Kirchenburg-Museum Ostheim, im Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg und in den Museen in der Schranne Bad Königshofen durch zahlreiche Konzerte, Führungen, Kreatives und viele andere vor- und weihnachtliche Veranstaltungen in einem Zeitraum von sieben Wochen. Erstmals bereicherten auch junge Tänzerinnen der Ballettschule „Lelia“ in Bad Neustadt den Rhöner Krippenweg mit Einlagen aus dem Ballett „Der Nussknacker“ von Tschaikowsky.

 

Als erfreuliches Gesamtresümee lässt sich festhalten: Der diesjährige Rhöner Krippenweg war der bisher besucherstärkste Krippenweg seit seiner Einführung 2007.

 

 

 

Kloster Wechterswinkel – Kunst und Kultur

Das Kreiskulturzentrum bot auch 2015 ein gleichermaßen abwechslungsreiches wie hochwertiges Veranstaltungsprogramm. Den Schwerpunkt bildeten hierbei klassische Musik und zeitgenössische Kunstausstellungen. Zum Programm erscheint vierteljährlich ein Flyer.

Das Kloster ist weiterhin von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die kulturellen Veranstaltungen werden von der heimischen Bevölkerung und den Urlaubsgästen unseres Landkreises gut angenommen, aber auch Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Erlangen, Bamberg, Gersfeld, Fulda, Kassel und Meiningen gehören zum Einzugsbereich.

Um das Angebot und den Service im Kreiskulturzentrum stetig weiter verbessern zu können, hat die Kulturagentur im vergangenen Jahr eine kontinuierliche Meinungsumfrage eingeführt, die auch weiterhin fortgeführt wird. Die Resonanz ist im Großen und Ganzen positiv bis sehr positiv. Auch das Angebot, sich in regelmäßigen Abständen einen Mail-Newsletter der Kulturagentur zusenden zu lassen, in dem wir auf künftige Veranstaltungen im Kreiskulturzentrum und andere kulturelle Highlights im Landkreis hinweisen, wird zunehmend gerne in Anspruch genommen.

Über die kulturellen Veranstaltungen hinaus wird das Kloster Wechterswinkel wegen seines besonderen Ambientes, aber auch wegen des hervorragenden Services des Kloster-Teams immer häufiger auch für festliche Empfänge sowohl von Privatpersonen als auch von Landkreis und Behörden, für Trauungen und andere Feierlichkeiten gebucht. Im Jahr 2015 fand erstmals die Hochzeitmesse „Traumhochzeit 2015“ im Kloster statt. 

 

 

Veranstaltungen des Klosters Wechterswinkel im Zeitraum Jan. bis Dez. 2015

In 2015 besuchten insgesamt über 20 000 Kulturinteressierte das Kloster Wechterswinkel.

 

Die Ausstellungen

 

In 2015 fanden acht publikumswirksame Ausstellungen statt: Drei aus dem Bereich Volkskunde, eine aus dem Bereich Geschichte, drei zeitgenössische Kunstausstellungen und „Kunst geht fremd“.

Gemeinsam mit dem Bezirk Unterfranken, den Studierenden der Ethnologie/Volkskunde der Julius-Maximilians Universität Würzburg und der Kulturagentur wurde die Ausstellung „Lass mich Ärmsten freundlich nicken. Sammeln für die Mission im Wandel der Zeit“ konzipiert. Die Ausstellung, die bis Januar gezeigt wurde, begeisterte sowohl das ältere wie auch das jüngere Publikum.

Im Februar startete die Kulturagentur die neue mittelalterliche Reihe Kloster erLeben. Die erste Ausstellung widmete sich dem Thema „Klosterküche und Haferbrei. Esskultur im Mittelalter.“ Wie ernährten sich die Menschen im Mittelalter? Was aß man, als Nudeln und Kartoffeln noch unbekannt waren und Reis nur ein Dessert für Reiche? Die Klöster leisteten dabei Pionierarbeit. Diese Ausstellung wurde von zahlreichen Schulklassen und Kindergärten besucht. Sie gehört mit der Nussknacker-Ausstellung zu der besucherstärksten Ausstellung im Kloster in 2015.

Die Wanderausstellung Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert wurde vom Arbeitskreis "Landjudentum in Unterfranken", dem Kooperationsprojekt und dem Johanna-Stahl-Zentrum erarbeitet. Chronologische Tafeln und historische Persönlichkeiten gaben einen Überblick über die jüdische Geschichte in Unterfranken zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert.

Von April bis Juni zeigte die Kulturpreisträgerin der Stadt Würzburg Angelika Summa ihre Arbeiten. Obwohl sie mit dem Werkstoff Metall arbeitet, dem generell Härte und Schwere, Technik und schweißtreibende Arbeit anhaftet, gelingt es ihr, unter Ausnutzung der Widerspenstigkeit und Biegsamkeit des Materials mit Ambivalenzen zu operieren.

Neun KünstlerInnen aus Unterfranken und die Galerie im Saal initiierten 2014 mit einer Auftaktausstellung „RundSchau“ die Künstlergruppe DIE RUNDE. Helmut Droll, Ernst J. Herlet, Jürgen Hochmuth, Herbert Holzheimer, Gerd Kanz, Gerhard Nerowski, Barbara Schaper-Oeser, Werner Tögel und Gabi Weinkauf zeigten eine überzeugende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen.

Der Bildhauer Frédéric d’Ard präsentierte im Herbst beeindruckende Marmorarbeiten unter dem Titel Jumelage. Anlässlich seines 80. Geburtstages gestalteten die Kunsthalle Schweinfurt und das Kloster Wechterswinkel gemeinsam an zwei Orten eine repräsentative Gesamtschau zum Werk des Künstlers.

 

 

 

Konzerte, Lesungen und Theater

Das ganze Jahr hindurch fanden im historischen Festsaal im 1. Obergeschoss Kammerkonzerte, Klavier- und Liederabende sowie Lesungen bei Kerzenschein statt. Die Veranstaltungsreihe wurde erfreulicherweise auch 2015 aufgrund ihres "hohen Niveaus[s] und außergewöhnliche[n] Ambiente[s]" (www.frankentourismus.de) in die Reihe „Musikzauber Franken“, einer Initiative des Tourismusverbandes Franken, die seit etwa 20 Jahren für einzigartige Musikerlebnisse steht und längst zu einem begehrten Markenzeichen geworden ist, aufgenommen und überregional beworben.

 

Auch im Jahr 2015 konnte die Kulturagentur mit einem sehr facettenreichen Angebot aufwarten, das eine Vielzahl von Genres bediente, wobei der Programm-Schwerpunkt wie schon in den Jahren zuvor auf der Klassik lag. Wieder einmal konnten zahlreiche national und international renommierte Künstler für Konzerte aus den Bereichen Alte Musik und Jazz / Swing, für Klavier- und Liederabende, musikalische Lesungen und Kammermusikabende in verschiedenen, teils auch außergewöhnlichen Besetzungen gewonnen werden. Auch die Zusammenarbeit mit dem BKO (Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau) wurde erfolgreich fortgesetzt. Nach längerer Zeit gastierte mit der Mixtura Cantorum, einem Chor des Fränkischen Sängerbundes, der hochwertige A-cappella-Musik aus allen Epochen darbot, auch wieder einmal ein Chor im Kreiskulturzentrum. Aus der Region stammende Musiker wie das Duo Johannes Mauer (Trompete) und Michael Lörcher (Klavier) bereicherten die Veranstaltungsreihe. Auf große Resonanz stießen auch 2015 die Konzerte der Kategorie „Junges Podium“, der Festsaal wurde wieder für Konzerte der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen, der Kreismusikschule Rhön-Grabfeld und des Martin-Pollich-Gymnasiums Mellrichstadt sowie des Rhön-Gymnasiums Bad Neustadt genutzt. Hier diente das Kreiskulturzentrum jungen Musikerinnen und Musikern als gern genutzte Plattform, sich erstmals in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die mittelalterlich anmutende Atmosphäre des vom Holz geprägten Raumes und seine ausgezeichnete Akustik bieten die ideale Bühne für Barockmusik und Alte Musik, wie sie u. a. der weltweit gefragte Barock-Spezialist Prof. Christoph Mayer mit dem unterhaltsamen Programm „Barock-Journal. Musik und Neuigkeiten aus dem Barock“ sowie das etablierte Ensemble nu:n (Programm: „Estampies royales – Mittelalterliche Instrumentalmusik im Hier und Jetzt“) präsentierten. Darüber hinaus standen unterhaltsame Cross-Over-Konzerte auf dem Programm. Im Sommer wurde der Innenhof für Open-Air-Konzerte mit Schwerpunkt auf der leichten Muse genutzt (u. a. Dixie Heartbreakers). Ein besonderes Highlight und Publikumsmagnet war die „KrimiNacht im KlosterHof“, die im August im romantisch illuminierten Innenhof von statten ging.

 

 

 

Neue Veranstaltungsreihe:

1. Rhön-Grabfelder SchulTheaterTage am MPG Mellrichstadt

Seitens verschiedener Schulen im Landkreis Rhön-Grabfeld wurde im Januar 2014 der Wunsch an die Kulturagentur herangetragen, schulartenübergreifende Theatertage für unseren Landkreis einzuführen. Das Fränkische Theater Schloss Maßbach war bei diesem Gespräch anwesend und hat sich ohne Zögern angeboten, bei der Planung der Schultheatertage mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und diese durch die Durchführung von Workshops mitzugestalten.

Im Sommer 2015 wurde die Reihe „Rhön-Grabfelder SchulTheaterTage“ für den Landkreis eingeführt. Am 12. und 13. Juni 2015 fanden die SchulTheaterTage in Kooperation mit dem Fränkischen Theater am Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt erstmals statt. Insgesamt nahmen rund 70 Schüler aus vier unterschiedlichen Schulen des Landkreises daran teil, aus dem Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt, der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt, der Realschule Bad Königshofen sowie der Fachoberschule Bad Neustadt.

Die Veranstaltung begann am Freitag, dem 12. Juni morgens mit einem Warm-up, darauf folgten an beiden Tagen 1,5-stündige Workshops zu Grundlagen des Theaterspiels im Wechsel mit Werkstattberichten der einzelnen Theatergruppen (es wurden keine ganzen Stücke, sondern lediglich Sequenzen bzw. einzelne Szenen gespielt). Sowohl die Workshops als auch die Aufführungen der einzelnen Schulen wurden stets von allen Teilnehmern besucht, sodass auch ein gegenseitiges Kennenlernen der Teilnehmer gewährleistet war. Im Anschluss an die Darbietungen fanden Podiumsdiskussionen unter der fachkundigen Leitung der Theaterpädagogin Karolin Wunderlich statt. Die Aufführungen wurden bewusst nicht für Publikum von außen geöffnet, da der Workshop-Charakter gewahrt bleiben und eine angenehme, entspannte Atmosphäre für die Teilnehmer geschaffen werden sollte.

Ziel dieser SchulTheaterTage sollte sein, die soziale Kompetenz der Schüler durch Theaterpädagogik zu fördern und auch den Spielanspruch sowie das ästhetische Kunstempfinden zu steigern und so auch bildungs- und kulturpädagogisch zu wirken. Die Schüler erfüllte es sichtlich mit Stolz, dass sie „ihre“ Schule repräsentieren durften. SchülerInnen und Lehrkräfte erhielten die Gelegenheit, auch einmal bisher noch nicht erprobte Methoden und Ansätze auszuprobieren. Nicht zuletzt nutzen gerade die Lehrkräfte die Tage zum regen Austausch über ihre Arbeit als Theatergruppenleiter.

Im Juli 2015 fand nochmals ein Treffen zwischen den Lehrern und Betreuern aller teilnehmenden Schulen statt, das der Evaluierung der 1. Rhön-Grabfelder Schultheatertage diente. Die Resonanz auf die Veranstaltung war sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerseite sehr positiv. Der einhellige Wunsch ist es, die Reihe regelmäßig fortzuführen. Zunächst wird dies – nicht zuletzt aus personellen Gründen – im Zweijahres-Rhythmus geschehen. Der nächste Termin wurde bereits festgelegt: Die „2. Rhön-Grabfelder SchulTheaterTage“ sollen am 9. und 10. Februar 2017 an der Realschule Bad Königshofen stattfinden. Abermals werden dann alle weiterführenden Schulen des Landkreises Rhön-Grabfeld, von den Förderschulen bis hin zu den Gymnasien, zur Teilnahme eingeladen.

 

 

Fortbildungen

Lehrerfortbildung

Die Sparkasse Bad Neustadt initiierte 2012 eine Lehrerfortbildung für Singen in der Grundschule, durchgeführt von der Gesangspädagogin Henrike Rottmann. Auch 2014 konnte diese den Erzieherinnen im Landkreis angeboten werden. Veranstaltungsort war das Kloster Wechterswinkel.

 

Barockmusik-Workshop „Sind Sie ‚Barock informiert‘?“ mit Christoph Mayer

Die Kulturagentur lud im Frühjahr 2015 wieder einmal zu einer besonderen musikalischen Fortbildungsveranstaltung ins Kreiskulturzentrum ein. Der ganztägige Kurs „Sind Sie ‚Barock informiert‘?“ mit Prof. h. c. Christoph Mayer richtete sich an fortgeschrittene Streicher jeden Alters, die Freude an der Musik des Barock haben. In gewohnt lockerer, aber arbeitsintensiver Atmosphäre hatten Laien- und Profimusiker die Möglichkeit, spielerisch die Grundlagen von Artikulation, Phrasierung, Rhythmus und Metrum im Barock zu erfahren. Christoph Mayer gilt als einer der erfahrensten und profiliertesten Pädagogen auf dem Gebiet der historisch informierten Aufführungspraxis. Zehn Barockliebhaber nahmen am Workshop im stimmungsvollen Ambiente des Klosters Wechterswinkel teil, profitierten vom reichen Erfahrungsschatz Mayers und zeigten sich begeistert von seiner anspruchsvollen, kenntnisreichen und motivierenden Probenarbeit. Natürlich ließen sie es sich nicht nehmen, auch das Konzert des Barockspezialisten am Vorabend des Kurses zu besuchen.

 

 

Kulturelle Netzwerke

Kunst geht fremd – Museumsnetzwerk Unterfranken

Die Kulturagentur gehört zusammen mit drei weiteren Museen aus Unterfranken zu den Initiatoren des Pilotprojekts Museumsnetzwerk Unterfranken: Darunter das Mainfränkische Museum Würzburg, das Museum im Kulturspeicher Würzburg, die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt und die Sammlungen des Landkreises Rhön-Grabfeld. Dieses Museumsnetzwerk wird vom Bezirk Unterfranken gefördert, von der Landesstelle nichtstaatlicher Museen unterstützt, und soll den kulturellen Reichtum Unterfrankens aufzeigen. Unter dem Slogan „Kunst geht fremd“ werden bedeutende Stück unter den beteiligten Museen getauscht. 2015 gingen 10 Museen mit ihren Kunstwerken zum Thema „Kunst geht fremd – und unter die Haut“  fremd.

 

Bruder Franz Haus

Die Tourismus GmbH Bayerische Rhön organisiert, verwaltet und betreut das Bruder Franz Haus. Für die Seelsorge sind die Franziskaner zuständig. Die künstlerische Beratung liegt in den Händen der Kulturagentur. Regelmäßig finden Wechselausstellungen mit heimischen Bildhauern, Schnitzern und Malern statt. 2015 fanden sechs Ausstellungen statt: Darunter die Passionsausstellung „Gekreuzigt, Gestorben und Begraben“, die Ausstellung „SAGENhaftes und MÄRCHENhaftes aus der Rhön“ und die Fotoausstellung „Rhön Melancholie“. Das Bruder-Franz Haus zählte in 2015 insgesamt 56 000 Besucher (Tourismusinfo, Dauer- und Wechselausstellungen).

 

 

Kreisgalerie im Alten Spital in Mellrichstadt

 

 

Die Leitung der Kreisgalerie obliegt der Kulturagentur. 2015 fanden vier Wechselausstellungen mit aktueller zeitgenössischer Kunst statt. Im Frühjahr war der Maler Carlo Catoni aus Bad Kissingen mit seinen Landschaften zu sehen. Im Anschluss zeigte die Aquarellmalerin Helga Troll-Kramer aus Mellrichstadt ihre Werke. Mit dem aus Frickenhausen stammenden Maler und Grafiker Anton Heurung präsentiert die Kreisgalerie zum ersten Mal Cartoons. Am Ende des Jahres stellte der Bildhauer Dierk Berthel sein grafisches Werk erstmals einem breiten Publikum vor.

Kreisgalerie & Café Art nahmen an den folgenden Veranstaltungen mit Sonderaktionen (Musik, Führungen und Kulinarisches) teil: „Mellrichstadt liest“, Internationaler Museumstag, Stadtfest und Lichternacht.

 

 

Mainfranken GmbH

 

Die Kulturagentur gehört seit 2011 dem Fachforum Kultur der Region Mainfranken GmbH an. Ziel dieser Fachgruppe ist es identitätsstiftende und überregional nach außen wirkende kulturelle Projekte zu entwickeln und zu initiieren.

In 2013 sprachen sich die Mehrheit der Fachgruppe und der größte Teil der Kulturschaffenden der Arbeitstreffen für eine Studie zur Kreativ- und Kulturwirtschaft aus. Kritiker dieser Studie, wie die Kulturagentur, wiesen bereits vor Vergabe daraufhin, dass der wirtschaftlich starke Ballungsraum Würzburg der sichtbare Gewinner dieser Untersuchung sein würde. Die Studie zeigte 2014 genau diese erwarteten Ergebnisse. Mit einigen anderen ist die Kulturagentur nach wie vor der Meinung, dass wir besser daran getan hätten, einen Kulturreport für die einzelnen Landkreise zu erstellen, wie ihn die Städte Aschaffenburg und Schweinfurt seit Jahren als Rechenschaftsbericht für den Bereich Kultur erheben.

In 2015 fand ein Treffen des Fachforums Kultur statt, bei dem diskutiert wurde, welche Vorschläge der Studie möglicherweise umsetzbar seien.

 

 

Schriftenreihe

 

Seit vielen Jahrzehnten wird das rege Interesse an der Geschichte des Landkreises sowie an deren Aufarbeitung und Überlieferung mit geschätzten Publikationen begleitet. So erscheint seit 1979 kontinuierlich das Heimatjahrbuch. Dazu kommen die zahlreichen populären wie wissenschaftlichen Publikationen einzelner Autoren zu spezifischen Themen.

2010 erfolgte zudem die Herausgabe des Kunst- und Kulturführer des Landkreises, die bisher erschienenen zwei Bände befassten sich mit den Kirchen in Rhön-Grabfeld und im zweiten Band mit den zahlreichen Burgen und Schlösser im Landkreis.

Erstmalig gibt die Kulturagentur Rhön-Grabfeld nun auch eine Schriftenreihe heraus. Damit bietet der Landkreis Rhön-Grabfeld neben dem Heimatjahrbuch, den Künstlerkatalogen Kloster Wechterswinkel sowie populären und wissenschaftlichen Bucherscheinungen und anderen Veröffentlichungen ein breitgefächertes literarisches Kulturangebot.

 

Die erste Ausgabe der Schriftenreihe widmet sich den Jüdischen Friedhöfen. Verfasser ist der Kreisheimat-und Archivpfleger Reinhold Albert.

123 jüdische Friedhöfe gibt es noch in Bayern, davon 46 in Unterfranken.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld sind es neun: in Bad Neustadt, Ipthausen, Kleinbardorf (der zweitgrößte in Bayern), Mellrichstadt, Neustädtles, Oberwaldbehrungen, Sulzdorf a. d. L., Unsleben und Weimarschmieden. Einst befanden sich auch in Sulzfeld, Bischofsheim und in Roth bei Hausen

(Rhön) jüdische Friedhöfe. Sie alle werden in Band 01 der Reihe in Wort und Bild vorgestellt.



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