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Amt für Jugend, Familie und Senioren Rhön-Grabfeld

 

1. Allgemeines

 

Das Jahr 2015 war, wie auch schon das Jahr zuvor, geprägt von einer verhältnismäßig großen Zahl personeller Wechsel im Jugendamt,  zwangsläufig verbunden mit Bewerberauswahl, Bewerbungsgesprächen, Einführungen, Vertretungssituationen, Neueinarbeitung und Zuständigkeitswechseln der Sachbearbeiter.

 

Durch den Flüchtlingszustrom wurden einige Mitarbeiter und auch die Sachgebietsleitung voll eingebunden in die Organisation der Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer und Asylsuchenden. Im Laufe des Jahres mussten bis November 56 stationäre Plätze geschaffen werden.

Im großen und ganzen konnten wir dies für unseren Landkreis dank der bereitwilligen Unterstützung freier Träger und auch durch den unermüdlichen Einsatz einiger Mitarbeiter im Jugendamt gut meistern.

 

Während des Jahres waren verschiedene Planstellen nicht durchgängig besetzt, am Ende des Jahres waren dann 21 Mitarbeiter in Vollzeit im Jugendamt tätig, und 12 in Teilzeitbeschäftigung mit zusammengerechnet 6,459 Vollzeitstellen.

 

 

Die sich verändernden Familienformen, die notwendige Inklusion benachteiligter Menschen in Kindertageseinrichtungen und Schulen und der Zuzug ausländischer Flüchtlinge, insbesondere unbegleitete Minderjährige, stellen die Jugendhilfe vor zunehmende und neue Herausforderungen.

 

Im Folgenden nun Näheres zu den einzelnen Arbeitsbereichen:

 

 

 

2. Tätigkeitsbeschreibung

 

2.1. Frühe Hilfen durch die Kontaktstelle Frühe Kindheit (KoKi)  - Koordinierende Kinderschutzstelle

Die KoKi (Kontaktstelle frühe Kindheit) ist im Amt für Jugend, Familie und Senioren Ansprechpartner für die Bereitstellung, Organisation und Vernetzung präventiver Unterstützungsleistungen im Bereich „Früher Hilfen“ für betreffende Familien im gesamten Landkreis Rhön-Grabfeld.

 

Der bisherige Flyer vollständig überarbeitet und durch eine neue Version ersetzt.

 

Die KoKi stand mit 120 Netzwerkpartnern in Form von Arbeitskreisen, Runden Tischen, Regionaltreffen, persönlichen Gesprächen, Arbeitsgruppen u. ä. in Kontakt und fachlichem Austausch.

 

Im Geschäftsjahr 2015 fanden 126 fallbezogene Kontakte statt, d. h. sowohl Kontakte zu betroffenen Familien als auch diesbezüglicher Austausch mit Fachkräften. Darüber hinaus wurden 19 Hausbesuche im Rahmen der Kurzzeitberatung beziehungsweise begleitend zu den Kinderkrankenschwester–Maßnahmen durchgeführt.

 

Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen wurden durch die KoKi zwei Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen für die längerfristige Arbeit in Familien eingesetzt. Beide sind langjährig berufserfahrene Fachkräfte und speziell für diese Arbeit weitergebildet bzw. befinden sich in Ausbildung.

 

In Rahmen dieser Einsätze gab es gut 50 Gesprächstermine/ Vorgänge zwischen den KoKi-Mitarbeiterinnen, den betreuten Familien, sonstigen Beteiligten und den Kinderkrankenschwestern zu bearbeiten. Insgesamt leisteten die Kinderkrankenschwestern im Geschäftsjahr 2015 wieder knapp 300 Stunden wertvolle Unterstützungsarbeit direkt für und in den Familien. 

 

556 Familien mit Neugeborenen wurden von der KoKi angeschrieben und im Namen des Landrates zur Geburt des Kindes beglückwünscht. Als kleine Aufmerksamkeit des Landkreises wurden zusätzlich an Eltern mit dem ersten Kind die Elternbriefe 1 – 24 (0 – 6 Jahre) versandt - Hrsg.: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und Bayerisches Landesjugendamt. 

 

 

2.2. Jugendarbeit

Wie in den vergangenen Jahren wurden wieder drei jeweils einwöchige Zeltlager am Hillenberg vom 02.08.2015 bis 22.08.2015 veranstaltet. Daneben erfolgte die Vergabe der Jugendzeltplätze Hillenberg, Himmeldunkberg und Hausen an 21 Gruppen.

 

 

2.3. Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)

An der Mittelschule Bad Neustadt a. d. Saale und seit 01.12.2014 neu an der Dr. Alfred-Hauser-Schule in Ostheim v. d. Rh. steht das Angebot der Jugendsozialarbeit unter Trägerschaft des Landkreises direkt am Standort Schule zur Verfügung. Auch an der Mittelschule Bad Königshofen i. Gr. und der Adolph-Kolping-Berufsschule in Bad Neustadt a. d. Saale finanziert der Landkreis Jugendsozialarbeit an der Schule unter freien Trägern und staatlicher Förderung wesentlich mit.

Die Schulsozialarbeit hat eine Schnittstellenfunktion zur Unterstützung der Jugendlichen zwischen Schule, Elternhaus und Jugendamt.

 

Schwerpunkt der Tätigkeit der Jugendsozialarbeiter ist die Einzelfallhilfe. Im Mittelpunkt steht die Beratung der Schülerinnen und Schüler bei ihren Fragen, Problemen und Anliegen. Für eine geeignete Unterstützung arbeiten die Jugendsozialarbeiter mit Lehrerkräften, Familie und entsprechenden Netzwerken aus Jugendamt, Beratungsstellen und Diensten zusammen.

 

Es werden Projekte und Maßnahmen angeboten, wie "Mut und Team" in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Rhön, „Respekt“ und „Cool bleiben statt zuschlagen“ in Zusammenarbeit mit der kirchlichen Jugendarbeit und Schulpsychologen, Trainings zur Integration und Teamfähigkeit, Gewalt und Mobbing.

 

 

2.4. Gesetzlicher Jugendschutz

Im Rahmen des gesetzlichen Jugendschutzes wurden geleistet

 Behördengespräche anlässlich Veranstaltungen, Sicherheitsgespräche mit der Polizei,

Teilnahme Jugendschutzkontrollen, allg. Beratungen im Amt sowie die Teilnahme an den Arbeitskreisen Suchtprävention, Frühe Hilfen und Kinderschutz.

 

An Ordnungswidrigkeitenanzeigen gingen folgende ein:

 

Alkohol im öffentlichen Raum/Privatsphäre 2

Aufenthalt in Gaststätte 2

Alkohol an Fasching 10

Abgabe von Branntwein (teilw. i.V.m.Tabak) 5

 

Damit war die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr niedriger. Es wurden Bußgelder i.H.v. insgesamt 520,00 €  und Verwarnungsgelder i.H.v. insg. 80,00 € verhängt.

 

2.5.  Wirtschaftliche Jugendhilfe


01. Kindergartenbeiträge § 22 SGB VIII
   
 bearbeitete Fälle für 575 Kinder
Kostenaufwand
361100.533220   

368.266,40 €
 
   
02. Tagespflege § 23 SGB VIII
   
 Bestand 31.12.2014  9 
 Zugang 2015  12 
 Abgang 2015  5 
 Bestand 31.12.2015  16 
 Kostenaufwand   
 361200.533120   22.897,98 €
 
   
03. Vollzeitpflege § 33 SGB VIII
   
 Bestand 31.12.2014  65 
 Zugang 2015  10 
 Abgang 2015     13 
 Bestand 31.12.2015  62 
 Kostenaufwand   
 363370.533120   703.867,71 €
  
  
Vollzeitpflege Minderjährige ohne Hilfen nach § 33 SGB VIII 
 Bestand 31.12.2014  0 
 Zugang 2015  0 
 Abgang 2015  0 
 Bestand 31.12.2015  0 0,00 €
 
   
Erstattung für Vollzeitpflege von anderen Ämtern/Vers.   
 Bestand: 31.12.2014  22 
 Zugang 2015       1 
 Abgang 2015    3 
 Bestand 31.12.2015  20 
 Kostenersatz   
 363370.448200   156.985,32 €
    
 Erstattung für Vollzeitpflege an andere Ämter/Bezirk   
 Bestand: 31.12.2014  12 
 Zugang 2015  4 
 Abgang 2015  2 
 Bestand 31.12.2015  14 
 Kostenaufwand   
 363370.545240   136.603,57 €
    
04. Vollzeitpflege junge Volljährige § 41 SGB VIII
   
 Bestand 31.12.2014  6 
 Zugang 2015  3 
 Abgang 2015  4 
 Bestand 31.12.2015  5 
 Kostenaufwand   
 363410.533120   78.202,94 €
 
   
05. Heimunterbringung Minderjährige
   
 a) teilstationäre Hilfe 
  HPT § 32 SGB VIII 
              Bestand 31.12.2014 26
  Zugang 2015 17
  Abgang 2015 14
  Bestand 31.12.2015 29
  Kostenaufwand  
  363360.533120                 601.443,39 €
   
 b)  Heimunterbringung § 34 SGB VIII(einschl. unbegleitete miner 
  Bestand 31.12.2014  13 
  Zugang 2015   60 
  Abgang 2015  10 
  Bestand 31.12.2015  63 
  Kostenaufwand   
  363380.533220   1.320.915,02 €
     
 c)  Heimunterbringung § 35 a SGB VIII 
  Bestand 31.12.2014  6 
  Zugang 2015   7 
  Abgang 2015  2 
  Bestand 31.12.2015  11 
  Kostenaufwand   
  363430.533220   522.995,04 €
 
   
 Erstattung für Heimfälle von anderen Ämtern
   
 gezahlte Fälle (§ 34 SGB VIII)  4 
 Kostenersatz   
 363380.448200 (Kostenbeteiligung Bezirk)
363380.448100 (Kostenerstattung Land)
363410.448100 (Kostenerst.Volljährige Pflege)
363410.448200 (Kostenerst. Volljährige Heim) 
                              331.688,98 €
107.064,67 €
107.474,72 €
      61.808,18 €
    
    
 gezahlte Fälle (§ 35 a SGB VIII)  0 
 Kostenersatz   
 363430.448200   
    
 Erstattung für Heimfälle an andere Ämter   
 gezahlte Fälle (§ 34 SGB VIII)  4 
 Kostenersatz   
 363380.545240   104.807,47 €
    
 gezahlte Fälle (§ 35 a SGB VIII)  0 
 Kostenersatz   
 363430.545240   0,00 €
    
    
06. Heimunterbringung Volljährige § 41 SGB VIII    
 (einschließlich frühere Fälle nach § 35a SGB VIII
 z.B. vor der Volljährigkeit)
   
 Bestand 31.12.2014  6 
 Zugang 2015  10 
 Abgang 2015  9 
 Bestand 31.12.2015  7 
 Kostenaufwand   
 363410.533220

 

   336.300,00 €

 

07.  Hilfen nach § 13 SGB VIII   
 Schulische und berufliche Bildungsmaßnahmen
   
 Bestand 31.12.2014  0 
 Zugang 2015  0 
 Abgang 2015  0 
 Bestand 31.12.2015  0 
 Kostenaufwand   
 363110.533220   0,00 €
 
   
08. Hilfen nach § 19 SGB VIII   
 Gemeinsame Wohnform für Mütter/Väter und Kinder
   
 Bestand 31.12.2014  2 
 Zugang 2015  1 
 Abgang 2015  2 
 Bestand 31.12.2015  1 
 Kostenaufwand   
 363230.533220   105.057,88 €
    
09.  Ambulante u. teilstationäre Hilfen nach § 35 a SGB VIII   
 Hilfen für Legasthenie und Dyskalkulie, Schulbegleiter u. sonst. amb. u. teilstat. Hilfen nach § 35 a SGB VIII   
 (stationäre Fälle sind bei Ziffer 05b bzw. Ziffer 06 enthalten)
   
 Legasthenie und Dyskalkulie:   
 Bestand 31.12.2014   20 
 Zugang 2015   9 
 Abgang 2015   9 
 Bestand 31.12.2015   20 
 Kostenaufwand   
 363430.531700   13.719,57 €
    
 Schulbegleiter   
 Bestand 31.12.2014   6 
 Zugang 2015   2 
 Abgang 2015   2 
 Bestand 31.12.2015   6 
    
 teilstationäre Hilfen nach § 35 a SGB VIII   
 Bestand 31.12.2014  0 
 Zugang 2015  0 
 Abgang 2015  0 
 Bestand 31.12.2015  0 
    
 Kostenaufwand Schulbegleiter und teilstat. Hilfen   
 363430.533120   67.394,10 €
    
10. Familienerholungsmaßnahmen
   
 geförderte Minderjährige  0 
 Kostenaufwand   
 363210.533220   2.500,00 €
 
   
11.  Ferienfreizeit
   
 geförderte Minderjährige  9 
 Kostenaufwand   
 362200.533120   463,78 €
    
 
   
12. Erziehungsbeistand   
 Betreuungshelfer § 30 SGB VIII
   
 Bestand 31.12.2014  14 
 Zugang 2015  5 
 Abgang 2015  13 
 Bestand 31.12.2015  6 
 Kostenaufwand   
 363340.533120   41.906,77 €
    
    
13. Sozialpädagogische Familienhilfe § 31 SGB VIII   
    
 Bestand 31.12.2014  49 
 Zugang 2015  35 
 Abgang 2015  39 
 Bestand 31.12.2015  45 
 Kostenaufwand   
 363350.533120   354.409,41 €
 
   
14.  Inobhutnahme § 42 SGB VIII
   
 betreute Minderjährige  11 
 Kostenaufwand   
 363420.533120   13.612,45 €
 363420.533220   15.379,38 €
 
   
15. Betreuung und Versorgung der Kinder in Notsituationen
§ 20 SGB VIII
  
 Bestand 31.12.2014  2 
 Zugang 2015  1 
 Abgang 2015  1 
 Bestand 31.12.2015  2 
 Kostenaufwand   
 363240.533120   50.530,09 €

    
16. Sonstige Hilfen zur Erziehung
§ 27 Abs. 2 SGB VIII
   
 stationär:   
 Bestand 31.12.2014  2 
 Zugang 2015  1 
 Abgang 2015  0 
 Bestand 31.12.2015  3 
    
 teilstationär:   
 Bestand 31.12.2014    6 
 Zugang 2015  6 
 Abgang 2015  5 
 Bestand 31.12.2015    7 
    
 ambulant:   
 Bestand 31.12.2014  2 
 Zugang 2015  0 
 Abgang 2015  2 
 Bestand 30.11.2014  0 
    
 Kostenaufwand   
 363310.533120
363310.533220   9.227,07 €
80.238,14 €
    
17.  Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung § 35 SGB VIII
   
 Bestand 31.12.2014
Zugang 2015
Abgang 2015
Bestand 31.12.2015
  1
0
1

 Kostenaufwand   
 363390.533120   48.309,10 €
    
    
18. Vorläufige Hilfen § 14 SGB IX   
 gezahlte Fälle  0 
    
    

2.06. Pflegekinderwesen (Hilfe zur Erziehung)
Der Pflegekinderfachdienst betreute 65 Pflegekinder und deren Pflegeeltern und leibliche Eltern. Es fand ein Pflegeelternadventsfest und Fortbildungsveranstaltungen für Pfelegeeltern statt. Weitere neue Pfelgeeltern wurden überprüft. Es konnten 8 neue Familien als Pflegeeltern gewonnen werden. Diverse Umgänge zwischen Pflegekindern und leiblichen Eltern mussten begleitet werden bzw. wurden unterstützt.

 

2.07. Sonstige Bezirkssozialarbeit

Die durchgeführten Hilfen zur Erziehung bzw. für junge Volljährige sowie die Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII wurden von den Kolleginnen und dem Kollegen des Allgemeinen Sozialdienstes initiiert bzw. fachlich begleitet.

 

Es gingen 97 Meldungen über häusliche Verhältnisse ein.  Es wurden  602 Gespräche außerhalb des Jugendamtes (Schulen, Kindergärten, Ärzte, usw.) durchgeführt, sowie 462 persönliche Gespräche in den Amtsräumen geführt .

Im Rahmen der Hilfen wurden ca. 691 Hilfepläne und Hilfeplanfortschreibungen erstellt.

 

2.08. Familiengerichtshilfe

In Beratungen zu elterlicher Sorge oder Umgangsrecht, sowie in Beratungen zu Partnerschaft/Trennung/Scheidung wurden 393 Gespräche geführt.

 

Ca 200 Stellungnahmen wurden an das Familiengericht gegeben überwiegend zu Fragen der elterlichen Sorge und Umgangsrecht, aber auch zu Aufenthaltsbestimmungsrecht, Gewaltschutzgesetz, Zuweisung der Ehewohnung, Mitteilung nach §8a SGB VIII bzw. 1666 BGB und Unterbringungen.

 

 Es waren 104 Teilnahmen an Gerichtsterminen erforderlich.

 

2.09. Adoptionswesen

Seit 01.01.2003 besteht zwischen den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und der Stadt Schweinfurt eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle.

 

Im Berichtszeitraum erfolgten:

 

a) Fremdadoption

- allg. Info über Adoption: 5 interessierte Paare

- abgeschlossene Eignungsüberprüfung: 2 Paare

- offene Fremdadoption mit Auslandsberührung: 1

- Rglm. Begleitung von Fremdadoptionen mit Auslandsberührung: 3 Berichte

- Beratung von abgebungswilligen Eltern: 1

- Aktueller Stand der Bewerberliste: 6

- Unterstützung bei der Suche nach Herkunft: 1

- Fremdadoption abgeschlossen: 1

 

b) Stiefelternadoption

 

- allg. Info: 1

- abgeschlossene Stiefelternadoption (ohne Auslandsberührung): 3

- offenes Verfahren (ohne Auslandsberührung): 1       

 

c) Erwachsenenadoption: 0

 

d) Sonstiges

- Arbeitstreffen der gemeinsamen Adoptionsvermittlung: 4

 

2.10. Jugendgerichtshilfe

Die Jugendgerichtshilfe ist 2015 in 407 Fällen tätig geworden und zwar für

 

a)      Jugendliche männlich                                  166 Fälle
         Jugendliche weiblich                                     44 Fälle

b)      Heranwachsende männlich                        171 Fälle
         Heranwachsende weiblich                           26 Fälle

Teilnahme der Jugendgerichtshilfe bei Hauptverhandlungen am Amtsgerichten               195
Teilnahme der Jugendgerichtshilfe bei Hauptverhandlungen am Landgericht       6

 

Daneben erfolgten die Organisation und fachliche Beratung des Sozialen Trainingskurses sowie zahlreiche Ortstermine in verschiedenen Bezirkskrankenhäusern und Justizvollzugsanstalten.

 

Einteilung und Überwachung von Auflagen des Jugendgerichts und Jugendschöffengerichts:

 

Drogenscreening       57

Alkoholscreening        6

Sonstige                                                                     2

 

Arbeitsauflagen bei Straftaten:                           98

davon abgeleistet:     80

Meldungen ans Gericht:                                       18

 

Arbeitsauflagen wegen Owi:                               24

davon abgeleistet:     10

Meldungen an Gericht:                                        14

 

2.11. Vormundschafts- und Pflegschaftswesen

gesetzliche Amtsvormundschaft

 

Stand am 31.12.2014:                                             3 Fälle

Stand am 31.12.2015:                                             4 Fälle

 

bestellte Amtsvormundschaft

 

Stand am 31.12.2014:                                           38 Fälle

Stand am 31.12.2015:                                           93 Fälle (einschließlich unbegleiteter Minderjähriger)

 

Ergänzungspflegschaft

 

Stand am 31.12.2014:                                           52 Fälle

Stand am 31.12.2015:                                           51 Fälle

 

2.12. Beistandschaften gem. § 1712 BGB

Beistandschaften

 Stand am 31.12.2014:                                          553 Fälle

 Zugang 2015:                                                         108 Fälle

 Abgang 2015:                                                        117  Fälle

 Stand am 31.12.2015:                                          544 Fälle

 

Für die Beistandschaften wurden im Rechnungsjahr 2015

888.288,12  € von den Kindesunterhaltspflichtigen eingezogen und an die Unterhaltsberechtigten ausgezahlt .

 

Darüber hinaus erfolgten   42  Beratungen und Unterstützungen gem. § 18 Abs. 1 SGB VIII (Beratung Eltern zu Unterhalt) und  15  Beratungen zu § 18 Abs. 4 SGB VIII (Beratung junge Volljährige bzgl. Unterhalt).


2.13 Urkundswesen

Im Jahr 2015 wurden 444 Urkunden erstellt, davon 175 zu Vaterschaftsanerkennungen und Zustimmungen hierzu, 1 Mutterschaftsanerkennung, 114 vollstreckbare Unterhaltsverpflichtungen und Unterhaltsabänderungen sowie 154 Erklärungen zur gemeinsamen elterlichen Sorge.

 

Des Weiteren wurden zwei Verfahren zur Ausstellung von Zweiten Vollstreckbaren Ausfertigungen durchgeführt und 31 Rechtsnachfolgeklauseln sowie dazugehörige Vollstreckbare Teilausfertigungen erteilt. Bescheinigungen über das Vorliegen der alleinigen elterlichen Sorge wurde in ca.100 Fällen ausgestellt.

 

2.14. Unterhaltsvorschussgesetz

2015 wurden 353 Fälle mit einem Gesamtaufwand von 475.507,80 € (Vorjahr: 474.152,97 €) gefördert. Von den unterhaltspflichtigen Personen wurde ein Betrag von 285.997,52 € (Vorjahr: 290.951,77 €) beigetrieben. Dies entspricht einer Rückholquote von 61,29 % (Vorjahr: 62,56%). Es sind daneben noch 532 Fälle mit offener Rückforderung vorhanden. Es wurden 7 Anträge auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz abgelehnt. Zu Unrecht ausgezahlte Leistungen wurden in einem Umfang von 8.848,46 € wieder rückerstattet.
Es wurden 6 Zwangsgelder erhoben.

 

2.15. Heimaufsicht

Das Jugendamt wirkt bei der Heimaufsicht durch die Regierung von Unterfranken über die Einrichtungen der Jugendhilfe im Landkreis unterstützend mit.  Hierzu wurden auch Ortstermine zur Besichtigung der Räumlichkeiten sowie zur Besprechung von Konzeptionen durchgeführt. Daneben wurden zusammen mit der Pflegesatzkommission Franken Verhandlungen über die Entgeltsätze geführt.

 

2.16. Aufsicht über die Kindertageseinrichtungen

Die vorhandenen Kindergärten, Krippen und Horte im Landkreis wurden wiederum umfassend beraten.

 

a) Krippen

Es wurden 23 Beratungsgespräche zu konzeptionellen Fragen durchgeführt. Schwerpunkt der aufsichtlichen Arbeit war im abgelaufenen Jahr wiederum die Beratung zum Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“. Hierzu wurden 29 Termine vor Ort sowie 27 im Jugendamt durchgeführt.

 

b) Kindergärten

Für diese fanden 61 Personal- und Trägerberatungen in einem Ortstermin statt, 55 Beratungsgespräche wurden im hiesigen Amt durchgeführt. Es fanden 8 Ortstermine zur Belegprüfung statt.

 

2015 wurden 13 Betriebserlaubnisse für Kindergärten, Horte und Krippen neu erteilt.

 

Eine Beratung als Fachkraft zum Schutzauftrag bei Kindswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII) wurde in neun Fällen geleistet.

 

c) Horte

Es fanden insgesamt 13 Fachberatungen zu Bau und pädagogischen Konzepten  im Amt und 12 mit Ortsterminen statt.

 

Zur Tagespflege wurden  26 Beratungen  von Eltern, 29 pädagogische und rechtliche Beratung für Tagespflegepersonen, 10 Vermittlungen von Tagespflege, 2 Häusliche Überprüfungen von Tagespflegepersonen durchgeführt.

 

 

2.17. Vollzug des Pflegeversicherungsgesetzes

Das Bundesversicherungsamt Bonn meldete 53 Fälle, in denen sich privat versicherte Personen mit ihren Beitragszahlungen in der privaten Pflegeversicherung für mindestens sechs Monate im Rückstand befanden (§ 121 SGB XI).

 

Es wurden 5 Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld erteilt.

2 Verfahren wurden eingestellt.

44 Verfahren konnten aufgrund von Krankheitsvertretung nicht bearbeitet werden.

 

2.18. Betreuungswesen

Im Bereich des „Betreuungswesens wurden folgende Aufgaben erledigt:

 

Führung von Amtsbetreuungen  2

Betreuungfälle im Landkreis ca. 1400

Davon neue Betreuungfälle im Jahr 2015 ca. 330

 

Beteiligung der Betreuungsstelle an allen im Landkreis anfallenden Betreuungsverfahren (Betreuervorschläge in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sozialbeauftragten der Gemeinden, Prüfung der Eignung vorgeschlagener Betreuer, Amtshilfeersuchen bei anderen Betreuungsbehörden insbesondere bei Betreuungsverfahren für Patienten der Neurologischen Klinik GmbH in Bad Neustadt a.d. Saale, Ermittlungsberichte an die jeweils zuständigen Vormundschaftsgerichte. Unterbringungen im Rahmen des Betreuungsgesetzes, Korrespondenz mit Berufsbetreuern und dem Betreuungsverein sowie die Wahrnehmung der vom BetrG vorgeschriebenen „Querschnittsaufgaben“, wie Beratung von ehrenamtlichen Betreuern, Vermittlung von Fortbildungsseminaren sowie auch Aufklärung über die sog. „Nachqualifizierung“ von Berufsbetreuern. Förderung der Zusammenarbeit in Betreuungsangelegenheiten auf örtlicher Ebene (örtliche Arbeitsgemeinschaften i.S.v. Art. 4 Abs. 3 AGBtG).

Bei der Anzahl der Betreuungsfälle ist – wie bereits in den vergangenen Jahren – eine weitere steigende Tendenz zu verzeichnen.

 

Gem. § 4 BtBG haben die Betreuungsbehörden weiterhin Bevollmächtigte auf deren Wunsch bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beraten bzw. zu unterstützen. Mit dem § 6 BtBG wurde den Betreuungsbehörden auch  die Beglaubigungskompetenz für Unterschriften oder Handzeichen auf Vorsorgevollmachten oder Betreuungsverfügungen übertragen, was im häufiger  in Anspruch genommen wurde.

 

2.19. Verwaltungsmäßiger Vollzug rechtlicher Angelegenheiten des Gesundheitswesens

Im Vollzug der Rechtsangelegenheiten im Gesundheitswesen wurden folgende Aufgaben erledigt:

Heilpraktiker und Hebammenrecht
Auch im Jahr 2015 gingen wieder mehrere Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis zur Ausübung sowohl der „allgemeinen“ als auch der „auf das Gebiet der Psychotherapie sowie der Physiotherapie beschränkten“ Heilpraktikertätigkeit ein. Im Rahmen des Vollzugs hierbei entstandene Aufgaben waren neben der jeweiligen Erlaubniserteilung und dazugehörigen Kostenerhebung insbesondere die allgemeine Beratung, Übersendung von Hinweis- und Merkblättern, Entgegennahme und Weiterleitung der Antragsunterlagen zwecks Prüfung durch das Staatl. Gesundheitsamt Würzburg.
 

Trinkwasserüberwachung

Überwachung aller im Landkreisgebiet befindlichen öffentlichen und privaten Wasserversorgungsanlagen (Überprüfung der im Rahmen der Eigenüberwachungsverordnung vorzulegenden Untersuchungsbefunde in Zusammenarbeit mit dem SG 3.4 (Seuchen- und Umwelthygiene), Anforderung säumiger Untersuchungsbefunde, Erteilung von Ausnahmegenehmigungen).
 

Infektionsschutzgesetz

Überwachung von öffentlichen Badeanstalten und der Badeseen gemäß
§ 37 IfSG i.V. m. der VO über die Qualität der Badegewässer (BayBadeGewV) in Zusammenarbeit mit dem SG 3.4.
Erteilung bzw. Aufhebung von Berufsverboten gem. § 42 IfSG.
 

Vollzug des Bayerischen Unterbringungsgesetzes

Vornehmliche (öffentlich-rechtliche) Unterbringungen von selbstgefährdeten oder fremdgefährdenden Personen gemäß Art. 10 Abs. 1 UnterbrG in Zusammenarbeit mit den öffentlichen Polizeidienststellen und der Abteilung Gesundheitswesen.

Im Jahr 2015 war in etwa die gleiche Anzahl von Unterbringungen wie in den Vorjahren zu verzeichnen.
Apothekenwesen u. Vollzug arzneimittelrechtlicher Vorschriften
Überwachung aller im Landkreis befindlichen Apotheken gemäß den Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes, des Apothekengesetzes sowie der Apothekenbetriebsordnung in Zusammenarbeit bzw. unter Beratung des bei der Regierung von Unterfranken bestellten Pharmazierates .

Daneben wurden im Rahmen des Art. 20 und 21 des GKV-Modernisierungsgesetzes – GMG Erlaubnisse zum Betrieb von Apotheken (auch Filialapotheken nach § 2 Abs. 4 ApoG), für den Versand- und elektronischen Handel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln (§ 11 a ApoG) sowie auch für Versorgungsverträge mit Pflegeeinrichtungen (§ 12 a ApoG) erteilt.
 

Bestattungswesen und Gräbergesetz

Erstattung der Kosten für Instandhaltung und Pflege der Gräber verschiedener Gemeinden.

Genehmigungen von Friedhofserweiterungen, Ausgrabungen, Umbettungen usw..

 

Gesundheitsschutzgesetz – GSG (auch sog. Nichtraucherschutzgesetz)

Die mit dem GSG festgelegten erhöhten Einschränkungen wurden von den Bürgern im abgelaufenen Jahr größtenteils beachtet bzw. eingehalten.

Eingegangene Anzeigen (meist anonym) von Verstößen wurden verfolgt, u. a. im Rahmen der Gaststätten- und Lebensmittelüberwachung geprüft und nach entsprechender Aufklärung bzw. Beratung (insbesondere bei Widerholungsfällen) ggfs. auch im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren geahndet.
 

2.20. Vollzug des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (PfleWoqG) sowie der ab 01.09.2011 in Kraft getretenen Ausführungsverordnung (AVPfleWoqG)

Die Anzahl der im Landkreis Rhön-Grabfeld zu überprüfenden Einrichtungen belief sich im Jahr 2015 auf 27. (13 Alten- und Pflegeheime, 6 ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie 8 Behinderteneinrichtungen).

 

Im Rahmen des Art. 11 PfleWoqG wurden alle 13 Alten- und Pflegeheime, 1 ambulant betreute Wohngemeinschaft sowie die 8 Behinderteneinrichtungen im vergangenen Jahr turnusmäßig visi-tiert und gem. Art. 12 PfleWoqG auch entsprechend beraten.  Daneben wurden noch 16 anlassbe-zogene Begehungen durchgeführt, davon 14 im Rahmen einer Nachtbegehung zur Kontrolle der angewandten FeM, der Erreichbarkeit der Notrufglocken und der Nachtwachenbesetzung. Für je-de Begehung wurden die geforderten Berichte zur Stellungnahme und Endberichte erstellt.

Im Berichtszeitraum fand 1 Dienstbesprechung in Nürnberg statt.

 

2.21. Altenhilfe gem. § 71 SGB XII

Es wurden 55 Anträge auf Altenhilfe bearbeitet, womit Seniorenveranstaltungen mit einem Betrag von 4326,00 € bezuschusst werden konnten.

2.22. Bildungsregion

Dem Landkreis Rhön-Grabfeld wurde im Januar 2015 das Qualitätssiegel Bildungsregion durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verliehen.

Das Jugendamt wirkte durch die Leitung des  Arbeitskreises 3 „Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen“ an der Fortführung und Weiterentwicklung  mit.

 

3. Abschließende Bemerkung und Ausblick

Wie eingangs erwähnt sind durch die Jugendhilfe unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge unterzubringen, seit Dezember stagniert die Zahl der uM, im Landkreis, einige werden Volljährig und fallen weitgehend aus der Jugendhilfe heraus, andere kommen nach, derzeit wird im Frühjahr eine weitere Zunahme der Zugänge erwartet.

Auch wenn für die Unterbringung der Minderjährigen weitgehend die Kosten von Land und Bund erstattet werden, werden die Bereiche Vormundschaften, Allgemeiner Sozialer Dienst und Wirtschaftliche Jugendhilfe im Jugendamt zusätzlich personell beansprucht, weshalb ab 2016 je Bereich eine weitere Vollzeitstelle geschaffen wurde,

Die Aufgabe ist daneben auch nur durch das zusätzliche Engagement der freien Träger und Einrichtungen im Landkreis zu bewerkstelligen.

Wachsende Ansprüche und Anforderungen lassen die Zahl Benachteiligter steigen, zu beobachten ist auch wie bereits im letzten Jahr und bundesweit eine zunehmende Anzahl psychisch erkrankter junger Menschen und Eltern.  Diese aufzufangen stellt die  Jugendhilfe vor hohe Herausforderungen, was sich auch in der ständigen Kostensteigerung zeigt.

Es ist Aufgabe und Ziel, präventive Wege und Formen der Jugendhilfe in Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Jugendhilfe, Kindergärten, Horten und vor allem Schulen unter Einbeziehung der Eltern und Erzieher zu finden, die benachteiligten jungen Menschen eine Teilnahme am Leben in der Gesellschaft ermöglichen.

 

 

 

 



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