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Kloster Wechterswinkel

Kunst und Kultur

Um den Bau 6

97654 Bastheim OT Wechterswinkel

 

www.kloster-wechterswinkel-kultur.de

 

Tel. 09773/ 89 72 62

 

Öffnungszeiten:

Sa, So und feiertags von 13 – 17:00 Uhr 

 

Kartenvorverkauf und Führungen:

Tourismus GmbH Bayerische Rhön

Spörleinstraße 11

97616 Bad Neustadt

Tel. 09771 - 94 670

 

Ermäßigungen bei Konzerten:

Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte, ALG 2

 

Tel. 09771/ 94-670

 

 
   

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm kann

HIER

heruntergeladen werden.

 




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Geschichte und Gegenwart

 

 

 

 

 

Geschichte

 

Wechterswinkel, Zisterzienserinnenkloster St. Trinitas und St. Margareta (1144 – um 1590), Diözese Würzburg – (Bastheim-W., Lkr. Rhön-Grabfeld, Bayern)

 

In W. in der bayerischen Rhön entstand vor März 1144 das erste Frauenkloster im deutschen Reichsteil, dessen Frauen nach den Gewohnheiten des aufstrebenden Zisterzienserordens lebten; damit gilt W. als erstes Frauenkloster mit Zisterzienseridentität innerhalb der heutigen deutschen Grenzen.

 

Das Kloster war aber keineswegs ein vollwertiges Mitglied des Zisterzienserordens, der sich als männlicher Reformorden zunächst reserviert gegenüber der Aufnahme von Frauenkonventen zeigte.

 

Schon 1147 entsandte die schnell anwachsende Gemeinschaft aus ihrer Mitte Schwestern nach Ichtershausen in Thüringen, 1157 nach Bamberg St. Theodor, möglicherweise vor 1201 nach Johanniszell unter Wildberg und 1218 nach Schmerlenbach bei Aschaffenburg. Die Frauen in W. erlangten das päpstliche Schutzprivileg, unterstanden aber der Jurisdiktion des Würzburger Bischofs. W. erreichte deshalb keine Ordensvollmitgliedschaft, galt aber als kommittiertes Kloster und wurde geistlich von der Abtei Bildhausen betreut.

 

Auffällig ist, dass kaum benediktinische oder zisterziensische Heilige verehrt wurden, dafür die Würzburger Bistumsheiligen Kilian und Burkard oder die Eichstätter Heiligen Willibald und Sola. Diskutiert wird daher auch die Möglichkeit, dass W. als Prämonstratenser-Doppelkloster begann; entsprechende Vermutungen beruhen auf einer undatierten Bischofsurkunde.

 

Den Zustrom meist adeliger Frauen dämmte Bischof Hermann I. von Lobdeburg 1231 ein, indem er die Konventstärke auf 100 Schwestern begrenzte. Zugriffe des örtlichen Adels auf die hoch dotierten Mitgiften seiner Töchter konnte der Bischof jedoch nicht verhindern, so dass sich das Kloster zum reinen Versorgungsinstitut mit entsprechender Verflachung des Klausurlebens entwickelte.

 

Mehrere Reformversuche fruchteten nur kurzzeitig. Bauernkrieg, Reformation, Grumbachische Händel sowie der Zweite Markgrafenkrieg besiegelten das Ende des Konvents. 1565 lebten nur noch die Äbtissin und drei Schwestern in W. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn hob das Kloster mit päpstlicher Zustimmung um 1590 auf. Der Besitz wurde als bischöfliches Klosteramt bis zur Säkularisierung 1803 weitergeführt. Die Einnahmen kamen zum Teil der 1582 reaktivierten Universität in Würzburg zugute.

 

Gegenwart

 

Das spätgotische Klostergeviert bestimmt noch heute den Kern des kleinen Ortes, erscheint aber aufgrund der langen profanen Nutzung stark überbaut. Auch die Klosterkirche (1179), heute katholische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian, existiert nur noch als Torso. Sie gilt, wie die Kirche in Frauenroth, als eines der wenigen Beispiele romanischer Zisterzienserinnenkirchen, die im 12. Jh. Als dreischiffige Basilika erbaut wurden.

 

1811 verkürzte man das sechsjochige Langhaus, brach die Choranlage mit den drei Chorapsiden ab und errichtete mit dem Steinmaterial den heutigen Ostabschluss. Auch die Halle, die der Westfassade als Galiläa vorgelagert war, wurde entfernt. Die Ausstattung der schlichten Pfeilerbasilika entstammt der Barockzeit; bemerkenswert ist der Hochaltar aus der ehemaligen Klosterkirche Bildhausen.

 

Quelle:

Flachenecker, Helmut: Memoria und Herrschaftssicherung, Göttingen 2008; Wagner, Heinrich: Die Äbtissinnen des Klosters Wechterswinkel, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 66 (2004) 265 – 291; Bungert, Franz: Das Frauenkloster W., Mellrichstadt 1997

 


Heute

 

Heute wird das ehemalige Kloster auf drei Ebenen mit Kunst und Kultur bespielt.

 

In der Galerie des Erdgeschosses wird zeitgenössische Kunst ausgestellt. Ein Schwerpunkt bildet hierbei die Bildhauerei. Im Festsaal darüber finden Konzerte, Lesungen, literarische Abende und Theater statt. Ebenso ist er Raum für offizielle Anlässe, Empfänge und Ehrungen.

 

Im zweiten Obergeschoss präsentiert sich die museale Einrichtung, die die Geschichte des Klosters Wechterswinkel näher beleuchtet.

Konzerte des Kulturprogramms Kloster Wechterswinkel finden auch in der ehemaligen Klosterkirche, der heutigen Pfarrkirche St. Cosmas und Damian statt.

 

Das historische Ensemble mit Innenhof ist darüber hinaus Kulisse für kunsthandwerkliche

Märkte, kulinarische Events und Open-Air-Veranstaltungen.

 

Kloster Wechterswinkel, ein Haus für Kunst und Kultur, das Bildende Kunst, Musik, Literatur und Lebensart verbindet.

 

Quelle: Kulturagentur Rhön-Grabfeld

 

 

 



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