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„Wir schauen hier nicht einfach zu!“

 

Die Entscheidung des Weltkonzerns am Standort Bad Neustadt an der Saale 840 Stellen zu streichen, kam plötzlich und unerwartet. Dass eine derartige Reduzierung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im ländlichen Raum besonders prekäre Auswirkungen haben würde, liegt auf der Hand. Angesichts der Anstrengungen, die der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zur Quelle-Rettung unternommen hat, erwartet die Region einen ähnlich ambitionierten Einsatz. Immerhin geht es in der Bayerischen Rhön um schwerwiegendere Dimensionen. Während die gestrichenen Quellestellen lediglich einen Anteil von 0,5 % an der Gesamtzahl der Arbeitslosen im Großraum Nürnberg haben, würde die Streichung der Siemensstellen in Rhön-Grabfeld einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen von 33,5 % bedeuten. Eine Katastrophe für den regionalen Arbeitsmarkt und die Rhön, wo man ohnehin seit längerem eine Abwanderungstendenz beklagt, die sich durch den Wegfall dieser Arbeitsplätze sicherlich erheblich verstärken würde.

 

 

Dass es sich um ein regionales Problem handelt, wie Landrat Thomas Habermann betont, wird durch die zustimmende Anwesenheit seiner Amtskollegen Landrat Ralf Luther aus Schmalkalden-Meiningen und Stv. Landrat Emil Müller mehr als deutlich, die sich ebenfalls der negativen Auswirkungen einer drohenden Stellenstreichung bewusst sind.

Die Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region besprachen mit den Vertretern der  kommunalen Politik und Experten des Wirtschaftsministeriums mögliche weitere Schritte, um die Arbeitsplätze in der Region zu halten.

Staatsminister Martin Zeil stellte sich in der Bad Neustädter Altstadt zwischen dem Rathaus und dem Landratsamt den rund 1500 SIEMENSianern, Vertretern der IG Metall und Betroffenen. Auch etliche, längst im Ruhestand stehende SIEMENS-Mitarbeiter gesellten sich zu ihren alten Kollegen, um für den Erhalt ihres Werkes zu protestieren. Der Staatsminister sicherte Solidarität zu und erklärte unter dem Jubel der Anwesenden, dass die „SIEMENS-Entscheidung nicht hinnehmbar“ ist. „Wir schauen hier nicht zu“ erklärte Zeil. Er lobte den Einsatz der Beschäftigten, die sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze so zahlreich einsetzten.

Die Mitarbeitervertretung, die zu der Aktion aufgerufen hatte, kündigte an, um den Standort zu kämpfen. Der Betriebsratsvorsitzende Bernhard Omert übergab dem Bayerischen Staatsminister eine Resolution, in der er die Folgen der geplanten Kürzungen aufzeigte. „Von einer Abmilderung der Stellenkürzung kann im Grunde keine Rede sein, es geht um den Erhalt des SIEMENS-Werkes in Bad Neustadt!“

Die Vertreter der IG Metall signalisierten, dass eine überregionale Bedeutung und Solidarität mit dem unterfränkischen Standort bestehe und man bereit sei, einen langen und harten Kampf zu führen, um die bedrohten Stellen zu retten.

Beim anschließenden Pressegespräch bekräftigte Staatsminister Zeil seine Absicht, sich nach Kräften für Bad Neustadt einsetzen zu wollen. Bürgermeister Bruno Altrichter verwies daraufhin auf die lange Tradition, die SIEMENS am Standort habe. Schon in den 1930er Jahren habe sich SIEMENS hier angesiedelt und die Stadt und ihr Umland klar geprägt. Die hohe Identifikation der SIEMENS-Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen müsse man bei der Standortbewertung berücksichtigen. Landrat Thomas Habermann betonte, dass auch global operierende Konzerne wie SIEMENS eine Verpflichtung gegenüber ihren Standorten haben und man diese wirtschaftlichen Akteure bei Entscheidungen, wie sie derzeit für Bad Neustadt angedacht seien, an diese erinnern müsste.

 

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